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Schönbacher arbeiten für „ihr“ Haus

Arbeiten am Gemeinschaftshaus Schönbacher arbeiten für „ihr“ Haus

Der Zeitplan für die Sanierung des Schönbacher Gemeinschaftshauses ist eng. Doch die Stadt wie auch Ortsvorsteher Dieter Lauer sind sicher: Bis November ist alles fertig.

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Dieter Lauer (von links), Dietmar Menz und Volker Dornseif stehen auf dem Gerüst am Schönbacher Bürgerhaus. Sie haben Dachziegel in die Hand genommen. Foto: Michael Rinde

Schönbach. Schönbach. Das angebaute Feuerwehrgerätehaus hat bereits eine neue Dacheindeckung, am eigentlichen Gemeinschaftshaus steht das Gerüst. An diesem Samstag wollten dort viele Schönbacher Bürger wieder selbst Hand anlegen und das Dach abdecken. So haben sie es beim Gerätehaus ebenfalls getan.

Vor etwa drei Wochen haben die Arbeiten am Gemeinschaftshaus begonnen. Es geht um eine Grundsanierung, um die die Schönbacher Ende vergangenen Jahres heftig gerungen hatten. Seinerzeit stand die Sanierung zunächst nicht im Haushaltsentwurf der Stadt, obwohl ein hoher Zuschuss aus dem Investitionspakt bereits zugesagt war.

Am Ende gab es allerdings eine parlamentarische Mehrheit dafür, das Haus doch zu sanieren. Die Schönbacher sagten Eigenleistung zu und erklärten sich bereit, die Trägerschaft für ihr Gemeinschaftshaus in die eigenen Hände zu nehmen. Dieses Modell funktioniert in Burgholz bereits seit einigen Jahren, in Himmelsberg stehen die entsprechenden Vereinbarungen ebenfalls vor der Unterschrift.

In Schönbach werde eine neue Abteilung des Heimat- und Verschönerungsvereins übernehmen, erläuterte Ortsvorsteher Dieter Lauer beim Ortstermin auf der Baustelle.

Die Zeit für die Bauarbeiten drängt. Denn bis Dezember muss die Sanierung beendet sein, wenn der Zuschuss aus dem Investitionspakt des Landes Hessen erhalten werden soll. Doch Volker Dornseif, Bauamtsleiter der Stadt Kirchhain wie auch Ortsvorsteher Lauer sind zuversichtlich. „Es ist zwar ein sportliches Ziel, aber das schaffen wir“, meint Dornseif.

273000 Euro Baukosten sind insgesamt für die Sanierungsarbeiten veranschlagt, vom Land gibt es einen Zuschuss von 127000 Euro, die Stadt übernimmt den Rest, wobei die Eigenleistung dort eingerechnet wird.

In Schönbach ist das Interesse an der Gemeinschaftshaus-Sanierung groß. 25 Bürger haben sich bisher an ganz verschiedenen Arbeiten beteiligt, 14 waren allein bei den bisherigen Dacharbeiten zur Stelle. „Wir haben schon die ersten 200 Stunden zusammen“, freut sich Ortsvorsteher Lauer.

Es werden noch etliche weitere bis November folgen. Die Schönbacher haben sich vorgenommen, die Fensteranlagen selbst auszubauen und Durchbrüche zu stemmen. Außerdem werden sie auch die neuen Fenster wieder einputzen. Der Dachboden ist inzwischen komplett entrümpelt worden, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

Das Gebäude aus dem Jahr 1954 braucht vor allem eine energetische Sanierung. Bei der Aufbringung des Wärmedämm-Verbundsystems kommt allerdings eine Fachfirma zum Einsatz, allein schon aus Gewährleistungsgründen.

Weitere Ideen für Aufwertung des Gebäudes

Nach dem hohen Engagement der Schönbacher für ihr Bürgerhaus, zunächst beim Kampf um den Erhalt, jetzt bei der Eigenleistung, geht Erster Stadtrat Dietmar Menz davon aus, dass auch die Identifikation mit dem Gebäude zunehmen wird.

In der Vergangenheit lag das Schönbacher Gemeinschaftshaus bei den Belegungszahlen immer besonders weit hinten. Im Jahr 2011 gab es gerade einmal 90 Belegungen für das städtische Gebäude. Ortsvorsteher Lauer ist allerdings sehr zuversichtlich, dass sich das nach der Sanierung und der Trägerschaftsübernahme durch die Schönbacher bessern wird.

Sollten sich die Dinge so positiv entwickeln wie erhofft, gibt es bereits weitere Ideen. So fehlt es dem Gemeinschaftshaus an einer eigenen Terrasse. Es gibt keine barrierefreien Toiletten auf der Ebene des großen Saals. „Doch das sind allesamt Projekte für die nächsten Jahre, vorher müssen wir erst einmal etwas Geld zurücklegen“, meint Dieter Lauer.

von Michael Rinde

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