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Schmatzend fließt Beton in die Einschalung

B-454-Baustelle Schmatzend fließt Beton in die Einschalung

Jetzt lässt sich endgültig erkennen, wie das große Kreisverkehrs-Bauwerk auf der Bundesstraße 454 in Stadtallendorf aussehen wird. Am Mittwoch entstand der Beton-Überbau „in einem Guss“.

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Bauarbeiter lassen durch den Rüssel der Betonpumpe Beton in eine Verschalung laufen, die am Rande des Überbaues liegt. Kleines Foto: Mit einem an einen Autoscooter erinnerndes Gefährt wird der Beton geglättet.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Das Geräusch erinnerte an extremes Schmatzen. Zähflüssig schwappte der Beton aus dem Rohr der Pumpe in die Einschalungen. Sorgfältig führten die Arbeiter den Schlauch Zentimeter für Zentimeter weiter.

Von 6 bis voraussichtlich etwa 16 Uhr entsteht auf der Großbaustelle an der B 454 in Stadtallendorf am heutigen Mittwoch der Überbau für den neuen Kreisverkehr. Diese Betonarbeiten im großen Stil sind ein Meilenstein beim Baufortschritt. Rund 430 Kubikmeter Beton fließen in die Schalungen für das Bauwerk. Im Frühjahr nächsten Jahres soll das Bauwerk an der Kreuzung Bundesstraße 454 / Wetzlarer Straße und Lilienthalstraße freigegeben werden. Dann verlaufen überörtlicher und innerstädtischer Verkehr auf zwei Ebenen.
von Michael Rinde

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15 Bauarbeiter waren von den früheren Morgenstunden an nur mit Betonierungsarbeiten beschäftigt. Rund zehn Stunden dauerte es gestern, bis Beton-Mischfahrzeug für Mischfahrzeug ihre Ladung an den beiden eingesetzten Pumpen entleert hatten. Am Ende waren es rund 80 Beton-Mischfahrzeuge, die das Material an die Großbaustelle brachten. Sie stauten sich vor allem am frühen Morgen an der Wetzlarer Straße. „Zwischen 40 und 60 Kubikmeter Beton sind in der Stunde verarbeitet worden“, erläuterte Sonja Lecher, Sprecherin von Hessin Mobil (früher Amt für Straßen- und Verkehrswesen) in Marburg. Die Betonierungsarbeiten sind ein „Meilenstein“ im Bauablauf, wie sowohl Mitarbeiter der Baufirma Herzog als auch Verantwortlichte von Hessen Mobil gestern vor Ort erläuterten. Jetzt ist das Ende der Großbaustelle absehbar geworden - und das Aussehen des neuen Kreisverkehrs ist auch deutlichzu sehen.

Eine Woche trocknen

In den vorangegangenen 14 Tagen hat das Bauunternehmen rund 90 Tonnen Stahl in den Einschalungen verbaut, damit der Stahlbeton entsprechend armiert ist. Die teilweise bereits vor Monaten gegossenen Bohrpfähle sind dabei die Widerlager des Überbaues. Für den Beobachter wirkt die künftige Durchfahrt für Fahrzeuge wie ein kleiner Tunnel.

Jetzt dauert es etwa eine Woche, bis der Beton zu 80 Prozent ausgehärtet sein wird. In 28 Tagen ist das Material schließlich vollkommen ausgehärtet.

Noch kann keiner genau vorhersagen, wie lange es bis zum Abschluss der Bauarbeiten, die im Mai vergangenen Jahres begannen, noch dauern wird. Bisher steht der Zeitplan, Fertigstellungsziel bleibt das nächste Frühjahr. Doch ob alles planmäßig weiterläuft, liegt jetzt auch am Wetter und daran, wie tief die Temperaturen fallen.

von Michael Rinde

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