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Schleierwolken trüben den Blick

Astronomie Schleierwolken trüben den Blick

Rund 150 Millionen Kilometer oder 8,3 Lichtminuten ist die Sonne von unserer Erde entfernt. Den "Tag der Astronomie" nutzten viele Besucher der Volkssternwarte zu einem Blick auf den Lebensmotor der Erde.

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Eindrucksvolle Technik ermöglicht auf dem Dach der Volkssternwarte Kirchhain eindrucksvolle Einblicke in das Universum. Foto: Karin Waldhüter

Kirchhain. Den Tag der Astronomie gibt es bereits seit 2003. Viele astronomische Vereine und Volkssternwarten öffnen an diesem Tag ihre Einrichtungen, um den Bürgern die Astronomie näher zu bringen. Die Mitglieder des Vereins Volkssternwarte Marburg mit Sitz in Kirchhain beteiligen sich seit 2003 an diesem Tag und bieten den Besuchern ein vielfältiges Angebot. Das reicht von einer Teleskop-Sprechstunde über die Vorstellung eines PC-Planetariums, über Filmvorführung und Astro-Fotoausstellung bis hin zum faszinierenden Blick durch das neue Sonnen-Teleskop.

"Im Jahr 2003 war hier die Hölle los", erinnert sich der zweite Vorsitzende Reiner Boulnois an die Jahrtausendopposition des Mars, die damals den Ausschlag zur Einführung des Astronomietages gab. Am Samstag erwartete er weniger Zuspruch. "Heute ist fast das schlimmste Wetter, das man sich vorstellen kann", erklärt er. Trotz herrlichen Frühlingswetters verhindern Schleierwolken einen ungetrübten Blick auf die Sonne.

Auch wenn an diesem Tag kein besonders Himmelsereignis zu beobachten ist und Schleierwolken die Sicht trüben, ist für den neunjährigen Moritz und seinen sechsjährigen Bruder Frederic der Besuch allemal ein Erlebnis, denn zum ersten Mal blicken sie an diesem Tag durch ein Sonnen-Teleskop direkt in die Sonne. "Das blendet gar nicht, und die Sonne sieht schön rot aus", stellen die Brüder fasziniert fest. Fachkundige Hilfestellung bei der Benutzung des Teleskops gibt Vereinsmitglied Ottmar Krauskopf.

Für die Zeit nach dem Sonnenuntergang planen die Sternenfreunde, die Venus, den Jupiter und später den Mars anzuvisieren. Im Schulungsraum hat Astro-Fotograf und Vereinsmitglied Reinhold Haunschild eine Fotoausstellung mit Sternenbildern vorbereitet. Er will den Tag nutzen, um den Besuchern die Astro-Fotografie näher zu bringen und zeigen, wie mit einer Spiegelreflexkamera und der Benutzung eines L-Objektive faszinierende Aufnahmen möglich sind. "Die Lichtverhältnisse im mittelhessischen Raum sind oft nicht so ideal, es gibt immer Dunst in der Atmosphäre, der sich aufsummiert", erläutert er. Auch das Ablicht über den Städte stelle ein Problem für jeden Astro-Fotografen dar. "Die Lichtaufhellung fällt abseits der Städte geringer aus, was zu besseren Foto-Ergebnissen führt.

Am heutigen Tag geht es eher ruhiger im Schulungsraum und der Aussichtsplattform der Volkssternwarte zu, und die Vereinsmitglieder finden Zeit für Gespräche mit den Besuchern. Dr. Andreas Schrimpf sitzt vor seinem Laptop und prüft das Programm "Stellarium", das er am heutigen Tag vorstellen und demonstrieren möchte. Vor allem die jüngeren Besucher folgen im Schulungsraum interessiert seinen Ausführungen über die Sternenwelt.

Auf ein seltenes Ereignis weist Vereinsvorsitzender Oliver Haupt hin, denn im Juni kommt es zu einem Venustransit der Sonne. Den gibt es in 130 Jahren nur zweimal.

von Karin Waldhüter

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