Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Schlammmassen sollen künftig draußen bleiben

Neustadt Schlammmassen sollen künftig draußen bleiben

In der nächsten Woche kommt der Regierungspräsident nach Neustadt, um sich über die Überschwemmungsschäden zu informieren – die Stadt hat aber noch ein zweites Eisen im Feuer.

Voriger Artikel
Manfred Barth: „Marktplatz ist für alle Bürger gebaut“
Nächster Artikel
Ortsbeirat geht Lagerpläne wieder an

Damit solche Szenen in der Innenstadt der Vergangenheit angehören, will die Stadt eine Studie auf den Weg bringen.

Quelle: Lerchbacher

Neustadt. Zweimal schon standen die Bewohner von Neustadts Innenstadt allein in diesem Jahr bereits bis zu den Knien im Wasser. Die Stimmungslage der Bürger ist gereizt, die Stadt bemüht sich um Lösungsmöglichkeiten.

Mehrere Gespräche führte Bürgermeister Thomas Groll in den vergangenen Monaten mit dem Regierungspräsidium in Gießen und dem Wasser- und Bodenverband Marburger Land. Am kommenden Mittwoch kommen Vertreter beider Institutionen nach Neustadt, um sich vor Ort zu informieren. An der Spitze der Besuchergruppe steht dann sogar Regierungspräsident Dr. Lars Wittek persönlich.

„Wir wollen sehen, was wir für den Erosionsschutz tun können, über mögliche Maßnahmen sprechen, um das Wasser abzufangen und auch eine mögliche Förderkulisse thematisieren“, erklärt Bürgermeister Thomas Groll, der schon in der Vergangenheit über die Schaffung von Anreizen nachgedacht hat, um gegebenenfalls eine andere Bewirtschaftung der Felder für die Landwirte attraktiv zu machen.

Im Juni hatten Regengüsse Schlamm von Feldern gespült, die mit Mais bestellt waren. Beim Unwetter Anfang September waren die Felder gerade abgeerntet worden. Weggespültes Stroh verstopfte die Senkkästen und verschloss die Gullys. Wenige Tage später stellte die Stadt heraus, dass in den genannten Bereichen der Grünlandanteil sehr gering ist – auf solchen Flächen ist die Fließgeschwindigkeit des Wasser viel geringer.

Nun will die Stadt mit einem Ingenieursbüro für Umwelttechnik und Bauwesen eine Studie auf den Weg bringen und Lösungen finden „zur Verminderung beziehungsweise Beseitigung künftiger Hochwasserschäden“, wie Groll betont.

Die Stadtverordnetenversammlung ist aber schon jetzt am Zug: Sie muss in ihrer Sitzung am Montag, 24. Oktober, eine außerplanmäßige Ausgabe in Höhe von 10 500 Euro genehmigen, um die Studie überhaupt auf den Weg zu bringen.

von Florian Lerchbacher

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der Printausgabe der OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr