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Schenk will nichts geschenkt, nur seine Rente

Stadtallendorf Schenk will nichts geschenkt, nur seine Rente

Michael Schenks Gesicht ist verkrampft, sein Gang schleppend. Unter großer Mühe hinkt der Mann mit den zwei künstlichen Kniegelenken zu seiner Couch.

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Michael Schenk betrachtet eines seiner Röntgenbilder mit der Knieprothese.

Quelle: Tobias Hirsch

Stadtallendorf. Das Hinsetzten wird noch mal einige Kraft in Anspruch nehmen. Doch dann hat Schenk sein Ziel erreicht. Könnte er gleiches auch bei einer anderen Sache behaupten, wäre er trotz der Aussicht auf eine künstliche Hüfte der glücklichste Mensch der Welt. Michael Schenk kämpft um seine Rente, seit 20 Monaten. Und dabei ist der Familienvater gerade einmal 43 Jahre alt.

1992 stellten Ärzte bei Schenk eine Schuppenflechte fest. Die wurde auch behandelt – zumindest äußerlich. Das sie sich auch in Schenks Körper ausbreitete erkannte niemand. Die Häufigkeit für diese so genannte Psoriasis arthropathica liegt bei fünf bis sieben Prozent. Seine Gelenke wurden immer poröser. 2006 erhielt er seine erste Prothese, ein künstliches Kniegelenk. Nur zwei Jahre später musste sie aufgrund der Erkrankung gegen eine größere Scharnierprothese ausgetauscht werden. Im März dieses Jahres setzten Ärzte in sein linkes Knie ebenfalls ein künstliches Gelenk ein. Insgesamt verbrachte der Kraftfahrer in den vergangenen 3 Jahren 37 Wochen im Krankenhaus.

von Tobias Hirsch

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