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"Schatzkiste" will Treffpunkt werden

Kommunaler Secondhand-Laden in Rauschenberg "Schatzkiste" will Treffpunkt werden

Ab dem 1. Advent können die Rauschenberger in der "Schatzkiste" Schätze bergen. Dann öffnet um 12 Uhr das Secondhand-Kaufhaus im Herzen der Altstadt im Rahmen des Weihnachtsmarkts seine Pforten.

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Geprüft und für gut befunden: Pfarrerin Kathrin Wittich (von links), Bürgermeister Manfred Barth, Christina Badouin, Mareike Bormann und Ilona Gerbitz-Mess begutachten die Ware der Rauschenberger „SchatzKiste“. Foto: Matthias Mayer

Rauschenberg. Das Besondere: Die Stadt Rauschenberg ist Trägers des Ladens, dessen Konzept in enger Kooperation mit dem Projekt „Familienhilfe in Rauschenberg“ der evangelischen Kirchengemeinde und dem Diakonischen Werk entwickelt und umgesetzt wurde. Obwohl Kirche und Diakonie mit im Boot sitzen, ist die „Schatzkiste“ kein „Armenkaufhaus“, sondern ein Laden für alle Bürgerinnen und Bürger. Dennoch hat das Geschäft auch eine soziale Komponente: Wer, wie beispielsweise Studenten oder Rentner, nur über begrenzte finanzielle Mittel verfügt, kann sich einen Laden-Ausweis ausstellen lassen und bezahlt dann für die ohnehin sehr günstige Ware nur den haben Preis.

Untergebracht ist der Laden im Hause Schmaleichentor 4, das nur einen halben Steinwurf unterhalb des Rathauses liegt. Früher war dort ein Papierwaren- und Zeitschriften-Geschäft untergebracht; zuletzt beherbergte das Haus die Rauschenberger Post-Agentur, die inzwischen im Haus Rauschenberg untergebracht ist. Zweieinhalb Wochen vor der Eröffnung macht das Ladenlokal einen freundlichen und vor allem bestens gefüllten Eindruck. An den Wänden hängt Kleidung an langen Kleiderstangen, die von zierliche Birkenstämmen gehalten werden. Was nach einer kostspieligen Designer-Idee aussieht ist in Wahrheit ein Entwurf und eine Arbeit der Rauschenberger Bauhof-Mitarbeiter.

„Die haben uns ohnehin immer wieder ganz großartig unterstützt“, sagt Christina Badouin von der „Familienhilfe in Rauschenberg“, die gemeinsam mit ihrer ehrenamtlichen Mitstreiterin Ilona Gerbítz-Mess die Bürgerarbeiterin Mareike Bormann beim Sortieren und Einräumen der von Bürgerinnen und Bürgern gespendeten Ware half. Eine große Hilfe kam zudem vom Marburger Kaufhaus Ahrens, das neuwertige Ladeneinrichtung zur Warenpräsentation spendete. „Manchmal ist es ganz hilfreich, wenn man kein Geld hat“, sagte Bürgermeister Manfred Barth mit Blick auf die gespendete und selbst gebaute Ladeneinrichtung.

Qualitativ hochwertige Oberbekleidung für Damen, Herren und Kinder, Tisch- und Bettwäsche, Lederwaren, Handtaschen, Accessoires Bücher und Spielzeug gehören zum Angebot und wurden so zahlreich gespendet, dass damit noch ein kompletter Lagerraum in der Alten Schule gefüllt ist. Was aktuell noch benötigt wird sind Kinderbekleidung für Kinder von null bis zehn Jahre sowie Weihnachtsschmuck.

Gesichert ist der Laden, der mit einem kleinem Café und einer Spielecke zum Verweilen einlädt für gut zwei Jahre. So lange wird der Bürgerarbeitsplatz zu 100 Prozent gefördert. Danach soll sich die Schatzkiste selbst finanzieren. Wer ehrenamtlich im Verkauf helfen möchte, kann sich im Laden melden. Die Öffnungszeiten ab dem 3. Dezember: Montags, mittwochs und freitags von 9 bis 12, dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr.

von Matthias Mayer

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