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Ostkreis Saubere Arbeit von der Feuerwehr
Landkreis Ostkreis Saubere Arbeit von der Feuerwehr
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15:33 28.04.2017
Die Vorfreude der Hatzbacher Brandschützer um Wehrführer Torben Knoch (Vierter von rechts) und Stellvertreter Marco Sommer (rechts) auf den Umzug in ihre neue Heimat ist groß.Foto: Florian Lerchbacher
Hatzbach

Mit Freude präsentieren Wehrführer Torben Knoch und sein Stellvertreter Marco Sommer das neue Feuerwehrgerätehaus - und eine ordentliche Prise Stolz ist den beiden Männern, die sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für den Brandschutz engagieren, auch deutlich anzumerken. Und das zu Recht, denn schon bald können sie das Vereinsleben in einem Gebäude vollziehen, das ihrem Engagement angemessen ist. Die Zeiten des kleinen, muffigen, dunklen und vor allem miefigen Feuerwehrgerätehauses nebenan sind vorbei. Bald steht der Abriss an - und dann werden Hatzbachs Kameraden den für dort geplanten Parkplatz pflastern.

Die Brandschützer um Knoch haben schon jetzt einiges an Eigenleistung in das Projekt Neubau eingebracht: Vor allem an Besen und Putztuch, denn die Grundreinigung fiel beispielsweise in ihren Aufgabenbereich. Und da viele der neuen Räume gefliest sind, mussten die Hatzbacher fleißig Schleier von den neu verlegten Fliesen schrubben. Doch auch bei der Organisation beziehungsweise der Planung des Neubaus sowie beim Aufbau der Inneneinrichtung brachten sie sich ordentlich ein: Die Schwerlastregale in der Fahrzeughalle und im Vorratsraum karrten sie beispielsweise an und bauten sie auf. Ähnlich sah es bei Tischen, Schränken oder Spinden aus, die sie zwar nur an der Bordsteinkante abholen mussten, dafür aber ebenfalls zusammenbastelten und aufstellten. Zudem pflasterten sie mit Unterstützung vom städtischen Bauhof bereits den Vorplatz ihres Gebäudes - bei der Zufahrt zur Fahrzeughalle musste indes eine Fachfirma ran, „wegen der Gewährleistung“, wie Knoch betont. Einen Großteil ihrer Ausrüstung müssen die Hatzbacher auch noch von ihrer alten in die neue Heimat holen.

Knoch jedenfalls ist froh, dass die Zeiten des alten Gerätehauses zu Ende gehen. Die Mängel seien schlicht zu viele geworden: Beispielsweise standen die Spinde direkt am Fahrzeug (und dieser Punkt ist seit Jahren im Mängelbericht) und die Halle war insgesamt zu klein - was auch für den Schulungsraum galt, sodass die Kameraden ins Dorfgemeinschaftshaus ausweichen mussten. „So machte Feuerwehr keinen Spaß“, resümiert Knoch und blickt erwartungsfroh in die Zukunft.

Denn die scheint relativ rosig zu sein: Schon jetzt stehen mehrere Spinde in der neuen Umkleide für Frauen. Und das, obwohl die Einsatzabteilung nur ein weibliches Mitglied hat. Aber beim Nachwuchs finden sich drei Mädchen. Die sind zwar erst zehn Jahre alt, doch Knoch und sein für die Jugend zuständiger Vertreter Marco Sommer hoffen, dass sie über die Jahre dabeibleiben. Die Voraussetzungen für ein funktionierendes Vereinsleben sind schließlich bald gegeben. So verfügen die Hatzbacher bald über eine neue Küche mit Backofen, Spülmaschine und so weiter - ein wichtiger Aspekt für gemütliche Abende den Zusammenhalt. Dazu passend schafften sie sich zum von der Stadt für die Schulungen finanzierten Beamer und der Leinwand eigene Lautsprecher und Verstärker an, um beispielsweise gemeinsam Fußball schauen zu können.

Hinzu kommt ein Jugendraum, der sich abtrennen lässt, damit die Jungen und Mädchen sozusagen ihr eigenes Ding in einem separaten Bereich machen können. „Uns bieten sich bald ganz neue Möglichkeiten. Mit den Verbesserungen ist übrigens auch das Interesse der Bürger gestiegen. Es gibt schon jetzt mehr Zuspruch“, freut sich Sommer und lobt den Hatzbacher Nachwuchs, der sich ebenfalls mit Eigenleistung eingebracht habe.

Von kleineren Zeitverzögerungen abgesehen sei das Projekt gut gelaufen, resümiert Knoch und betont: „Wir sind ja noch kein Jahr dran. Insgesamt bin ich sehr zufrieden.“

Die Hatzbacher können also tatsächlich erwartungsfroh in die Zukunft schauen. An die Vergangenheit erinnern dann nur noch das alte Schild des bald verschwundenen Gerätehauses und eine Schaufensterpuppe im Schulungsraum, die noch eine historische Uniform verpasst bekommt.

von Florian Lerchbache

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