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Ostkreis Sabotage bei den Aufräumarbeiten
Landkreis Ostkreis Sabotage bei den Aufräumarbeiten
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06:15 23.08.2012
Philipp Wellhöfer (links) filmte Mathias Münch für einen Beitrag auf der HR-Homepage. Münch (oben, von links), Jens Ratz und Mirko Förster nahmen es derweil mit Humor, dass die Oberhessische Presse beim Fotografieren die Verbindung ins Funkhaus kappte.Fot
Wohra

Sie kamen im großen Wohnmobil: die „Hessencamper“ von hr3, Mathias Münch und Mirko Förster. Wichtiger war jedoch, was ihnen im Windschatten folgte: Viel Platz ist nicht in einem Smart, aber dennoch genug, damit das kleine Auto als Übertragungswagen genutzt werden kann - wenn da niemand ist, der sich als Saboteur versucht.

Es gab noch einmal viel zu lachen, wo sonntags noch das Kuhbingo die Bürger amüsierte: Die „Hessencamper“ sollten das Feld und die Fladen entfernen und die Wiese wieder begehbar machen. Als der Wohratler Tausendsassa Jens Ratz versuchte, den beiden HR-Reportern die Aufgabenstellung mitzuteilen, mischte sich dann jedoch der mediale Platzhirsch ein: Beim Fotografieren aus dem Übertragungswagen geriet die Oberhessische Presse an einen Knopf und kappte die Verbindung zum Funkhaus - natürlich aus Versehen, wie an dieser Stelle noch einmal betont sei. In einem Smart ist eben doch nicht genug Platz!

Münch, Förster und Ratz nahmen es mit Humor - der ohnehin gestern im Vordergrund stand. Während sich der Wohrataler auf das Zusehen konzentrierte, schnappte sich Münch Schubkarre, Schaufel und Mistgabel und berichtete von seinem viele Jahre zurückliegenden Austauschjahr: Einst lebte er auf einem Hof in New Hampshire, wo er natürlich seinen Beitrag zum Alltag leisten und vor der Schule Kuhmist schippen musste - bis ihm ein Arzt attestierte, dass die körperliche Arbeit nichts für ihn sei.

Die vier Fladen in Wohra stellten indes kein Problem dar, vor allem nicht, dank der konstruktiven Hilfe der Zuschauer: Als ein Haufen in der Schubkarre gelandet war, eilte Hans Imhoff herbei und brachte Münch Papiertaschentücher, damit er den Boden richtig sauber machen kann.

Während der Kollege schwer am schuften war, griff auf Förster zur Gabel - allerdings nur zu einer Plastikgabel, mit der er sich am Grill verlustieren wollte. Letztendlich machte er sich aber erst über die von den Wohraer Burschen gereichten Köstlichkeiten her, nachdem auch er einen Beitrag geleistet und den Zaun des Feldes abgebaut hatte. Dazu gehörte auch, Flatterband zu entfernen. Zunächst wollte Förster es auch bügeln, dann verzichtete er darauf und wandte sich dem geselligen Teil des Aufenthaltes zu.

Vom Kuhbingo-Feld war da schon fast nichts mehr zu sehen. „Die haben ja richtig gearbeitet“, kommentierte Ratz mit gespielter Überraschung, während ein Bursche ergänzte: „Dann hätten wir sie auch das Festzelt abbauen lassen können und uns einen Haufen Stress erspart.“

von Florian Lerchbacher

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