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SPD nominiet Metz zum Bürgermeister-Kandidaten

Konkurrent für Amtsinhaber Groll SPD nominiet Metz zum Bürgermeister-Kandidaten

Auch die Neustädter SPD hat Fakten geschaffen: Sie setzt wieder auf ihren derzeitigen Fraktionsvorsitzenden Georg August Metz. Damit ist der „Rückkampf“ der Bewerber von 2007 perfekt.

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Thomas Horn (links) und Jörg Grasse gratulierten Georg August Metz zu seiner Nominierung als SPD-Bürgermeisterkandidat. 

Quelle: Privatfoto

Neustadt. Einstimmig hat sich die SPD in Neustadt auf Georg August Metz festgelegt und ihn als Bürgermeisterkandidaten für die Wahl am 20. Januar 2013 nominiert. Überraschend kommt diese Entscheidung nicht. Bereits im Sommer hatte Metz gegenüber der OP sein Interesse an einer erneuten Kandidatur angekündigt.

Zwei Themen überragen nach Auffassung von Metz die nächsten Jahre der Neustädter Stadtentwicklung: die Finanzen und die Demografie. Bei den Finanzen sieht der aktuelle Fraktionsvorsitzende der SPD akuten Handlungsbedarf. Er erwartet, dass der Schuldenstand der Stadt Neustadt bis zum Jahresende bei 8,6 Millionen Euro liegen wird. „Irgendwann geraten wir in eine Zinsfalle, wenn wir nicht umsteuern“, fürchtet Metz und nimmt Bezug auf seine Rede bei der Verabschiedung des aktuellen Haushalts.

Ein Ansatzpunkt, um Geld zu sparen, sind für den SPD-Kandidaten die Personalkosten der Stadtverwaltung. Metz stellt im Gespräch mit dieser Zeitung gleich klar, dass er nicht über Entlassungen von Mitarbeitern redet. Vielmehr gehe es ihm darum, die Arbeit umzustrukturieren und bei jeder künftig offenen Stelle darüber nachzudenken, ob sie noch notwendig ist. Weitere kleinere Sparpotenziale könne er ausloten, wenn er erstmal im Amt sei. „Das ist das vornehmste Recht des Amtsinhabers“, sagt Metz. Höchste Priorität genieß für den Sozialdemokraten der Haushaltsausgleich.

Das zweite große Feld, das er als Bürgermeister „beackern“ will ist der Bevölkerungswandel. Gemeint ist damit in Neustadt in erster Linie der Bevölkerungssschwund. Bisher hat die Junker-Hansen-Stadt laut Metz rund 1000 Einwohner verloren. „Keiner von uns beiden Kandidaten kann diesen Trend über Nacht umkehren“, weiß auch Metz. Doch er sieht Handlungsmöglichkeiten, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. So müsse die Arbeitsplatz-Entwicklung eine große Rolle spielen.

Kandidaturen bis 15. November möglich

Gleiches gilt für ihn auch für den Weiterbau der A 49, auch wenn er weiß, dass er darauf als Bürgermeister keinen Einfluss haben dürfte. Die Familienfreundlichkeit soll, wie auch schon im Wahlkampfjahr 2006, weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Eine gute Infrastruktur und Schullandschaft sind zwei Stichworte, die Metz dabei wichtig sind. „Unter dem Strich geht aber alles ums Geld“, betont er am Schluss. Bei der Bürgermeisterwahl 2007 hatte der 52-Jährige 46,1 Prozent (1844 Stimmen) erreicht. Wahlsieger und Amtsinhaber Thomas Groll (CDU) erreichte 53,9 Prozent (2157 Stimmen). Bei der Kommunalwahl 2011 erzielte Metz das beste Ergebnis aller Listenkandidaten.

Abermals treffen nun Metz und Groll bei der Bürgermeisterwahl aufeinander. „Es ist das ureigenste Wesen von Wahlen, dass man auch wählen kann“, kommentierte Groll die Nominierung von Metz. Er selbst werde in den nächsten Monaten und auch bei einer Wiederwahl auf einen „Weg des Miteinanders“ setzen.

Bis zum 15. November um 18 Uhr haben Kandidaten nun noch Zeit, ihre Unterlagen bei Wahlleiter Norbert Gies abzugeben.

Einzelkandidaten, die nicht von einer im Stadtparlament vertretenen Partei nominiert werden, müssen in Neustadt 50 Unterstützungsunterschriften nachweisen. Aller Voraussicht nach sind in der Junker-Hansen-Stadt etwa 6650 Bürger wahlberechtigt.

von Michael Rinde

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