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Rund 100 000 Euro fließen ins Hallenbad

In Kirchhain Rund 100 000 Euro fließen ins Hallenbad

Jahr für Jahr investiert die von bürgerschaftlichem Engagement getragene Betreiber-Gesellschaft hohe Beträge in das Kirchhainer Hallenbad. So auch wieder in diesem Sommer.

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Michaela Jaunich (von rechts), Vera Pelda (Aufsicht, Schwimmkurs-Anleiterin und Verwaltung), ­Peter Bittner und der Bäderfachangestellte Ingo Borchardt testen, ob die neuen Treppenstufen ins Lehrbecken stand- und sitzfest sind.

Quelle: Florian Lerchbacher

Kirchhain. Viele Wochen intensiver Renovierungsarbeiten lagen hinter Geschäftsführer Peter Bittner und seinen Mitstreitern, als das Hallenbad Kirchhain Anfang dieser Woche wieder seine Pforten öffnete.

Zuletzt stand die intensive Reinigung des rund 150 Kubikmeter fassenden Lehrbeckens und die anschließende Befüllung an – mit auf 30 Grad vorgeheiztem Wasser, denn bei höheren Unterschieden zwischen Außen- und Wassertemperatur besteht die Gefahr, dass Fliesen kaputtgehen. Und das gilt es um jeden Preis zu verhindern. „Nachdem wir das Becken im vergangenen Jahr notdürftig geflickt hatten ahnten wir bereits, dass dort weitere Probleme auftreten“, sagt Bittner. Und diese Befürchtungen bewahrheiteten sich. Als die Hallenbad­mitarbeiter vor der Sommerpause das Wasser abließen, hatten sich wieder zahlreiche Fliesen gelöst: „Ein Drittel konnten wir einfach mit der Schippe entfernen und mussten sie nicht einmal rausstemmen.“

Ärgerlich sei gewesen, dass die Fliesen in Mörtel gelegt worden waren, der komplett weggefräst werden musste. Anschließend bekam das Lehrbecken neue, größere Fliesen – die auch noch rutschhemmend sind: „Sicherheit geht bei uns vor“, sagt Bittner und verweist auf die größtenteils älteren Teilnehmer von rund 30 Reha-Kursen, die in dem Becken stattfinden.

Schwieriger gestaltete sich dabei die Erneuerung der Treppe ins Becken: Die Stufen seien einst mit Mörtel künstlich verlängert worden, um die notwendige Breite zu erreichen – „eine von vielen Bausünden in diesem Hallenbad“, stöhnt Bittner und ergänzt, dass dieses Problem mit Epoxidharz­estrich gelöst wurde, der sehr beanspruchbar sei.

Neue Fenster, neue Schränke

Doch damit noch lange nicht genug der Investitionen: Im Hallenbad gibt es gleich mehrere neue Türen – die meisten davon aus Vollplastik. Als eminent wichtige Investition bezeichnen Bittner und Michaela Jaunich (zuständig für Schwimmkurse, die Technik und die Aufsicht) rund 7 000 Euro, die in Vorhänge für die Schwimmhalle flossen. Die Fenster Richtung Südwesten lassen sich mit elektrischen Rollos abdunkeln, die übrigen Fenster bekamen nun Stoffvorhänge. „Spiegelungen auf dem Wasser können zu epileptischen Anfällen führen oder Schwimmer orientierungslos machen“, erklärt Jaunich. Ein weiterer Grund, das Sonnenlicht fernzuhalten, sei, die Algenbildung zu verhindern, fügt Bittner hinzu.

Rollos gibt es nun auch im Eingangsbereich des Hallen­bades, in dem sich die Hitze immer staute. Im anschließenden Flur entlang der Umkleiden wurden die Fenster erneuert. „Die alten hatten Alurahmen und waren nicht wärmeisoliert. Das heißt, es bildete sich trotz der Wärme im Gebäude Eis an den Fenstern“, erläutert Bittner und freut sich des Weiteren über zwei neue Maschinen, mit denen sich der Boden leichter reinigen lasse.

Auch im Saunabereich gibt es einige Änderungen: Die Decke ist neu, was auch für eine Wand und die Bänke in der Innensauna gilt. Des Weiteren wurde ein Aufenthaltsraum neu gemacht. „Und wenn noch Geld da ist, dann werden wir auch die alten Schränke erneuern. Mit 28 Zentimetern Breite sind sie einfach zu schmal. Wir möchten auch für die Sauna 40 Zentimeter breite Schränke wie oben in den Umkleiden haben“, sagt der Geschäftsführer.

Im Keller hat die Lüftung nun einen „Frequenz­umsetzer“ – will heißen, dass die Bädergesellschaft die Technik verbessert hat, um Strom zu sparen. „Bei so einem alten Gebäude muss man immer dranbleiben, sonst verfällt es irgendwann“, resümiert Bittner – der im Laufe der Jahre scheinbar akzeptiert hat, jedes Jahr aufs neue hohe Summen in den Erhalt des Hallenbades zu stecken. Diesmal sind es 100 000 Euro.

  • Die neue Hallenbadsaison hat am Montag begonnen. Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 7 bis 21 Uhr sowie samstags und sonntags von 8 bis 13 Uhr.

von Florian Lerchbacher

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