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Roßdorfer Mittagstisch kann kommen

Sozialprojekt Roßdorfer Mittagstisch kann kommen

Das Grundgerüst für den Roßdorfer Mittagstisch steht, doch bis das erste Essen serviert wird, sind noch einige Vorbereitungen notwendig.

Roßdorf. Die Mardorfer haben es vorgemacht und gezeigt, dass das Konzept funktioniert. Nun wollen die Roßdorfer nachziehen und ebenfalls einen Mittagstisch anbieten - vornehmlich für Senioren, doch selbstverständlich sind auch andere Gäste willkommen.

Initiatoren des Projektes sind Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg, der Seniorenbeirat und die Sozialeinrichtung AurA, deren Leiter Hans Loock ein Grundgerüst für den Mittagstisch in den Sternstuben erstellt hat. Diese Idee gelte es, mit Leben zu füllen, teilt er mit. Ganz bewusst gebe es kein fertiges Konzept. Das Angebot der gemeinsamen Mahlzeit sollten die Bürger in Eigenregie organisieren und gestalten, um einerseits den „Restaurantanspruch“ zu vermeiden und anderseits den Aspekt der Eigeninitiative und Aktivität in den Vordergrund zu stellen.

Ein schön gedeckter Tisch, eine anregende Unterhaltung, ein schmackhaftes Mittagessen und eine Begegnung mit Treffpunktcharakter - dies sei das Ziel der Initiative, erklärte Richter-Plettenberg. „Den Menschen des Ortes und der Umgebung ein Essen in größerer Runde zu bieten, ihnen Abwechslung im Alltag zukommen zu lassen und miteinander im Gespräch zu bleiben - so oder ähnlich lässt sich das ambitionierte Vorhaben umschreiben“, ergänzte Loock.

Mardorfer Vorbild ist ein Erfolgsprojekt

25 Bürger waren der Einladung zur Informationsveranstaltung zu dem Projekt gefolgt - unter ihnen natürlich auch Gäste aus dem Nachbarort, die im Mardorfer Schwesternhaus seit einiger Zeit erfolgreich einen Mittagstisch anbieten. Diesen nutzen nicht nur Senioren aus Mardorfer sondern aus der ganzen Umgebung. Die Initiative war aufgekommen, als die Zukunft des Schwesternhauses in den Sternen stand und die Mardorfer nach Alternativen suchten.

Der Schwerpunkt liege auf dem „Mitmachen“ und dem „aktiven Tun“, kommentierte Loock einen Erfahrungsbericht aus Mardorfer Sicht - und genau daran anknüpfen solle das Roßdorfer Projekt. Am Anfang müsse es eine Ideensammlung geben, an die sich deren Umsetzung und die Gewinnung von weiteren Helfern gehöre: „Lediglich die Zubereitung der Mahlzeiten liegt nicht in den Händen der Initiative, sondern wird von einem Cateringservice angeboten“, ergänzte er.

„Initiativgruppe“ sucht noch Helfer

Die Voraussetzungen seien bestens, denn schließlich gebe es mit den Sternstuben die notwendigen Räumlichkeiten. Das gleiche gelte für die politische und die fachliche Unterstützung - und auch für Motivation engagierter Mitstreiter, erklärte Loock mit Blick auf die 25 Gäste.

Wer auch immer ins kalte Wasser springt und sich um den Mittagstisch kümmert, muss auch nicht fürchten, bei Null anzufangen: Die Mitglieder des Bürgervereins können dank ihrer umfangreichen Erfahrungen Hilfestellung bieten: „So kann und soll eine enge Kooperation zwischen den Nachbarorten entstehen, denn schließlich versteht sich das Roßdorfer Angebot als Ergänzung zu den bereits bestehenden Angeboten“, ergänzte der AurA-Leiter. Der Mittagstisch in Mardorf findet dienstags und donnerstags statt, die Roßdorfer planen für ihr Angebot Mittwoch und Freitag ein. Bevor es aber so weit ist und erstmals Essen auf den Tisch der Sternstuben kommt, muss eine „Initiativgruppe“ noch Vorarbeiten leisten. Ihr nächstes Treffen steht am 14. Februar um 19.30 Uhr in den Sternstuben an.

Die Roßdorfer suchen noch Helfer. Für weitere Infos stehen Ursula Pellens bei der AurA (Telefon 06424/964644) oder Burkhard Wachtel bei der Stadt (06422/929518) zur Verfügung.

von Florian Lerchbacher

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