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"Rollender Markt" läuft flüssig

Weihnachtsmarkt "Rollender Markt" läuft flüssig

Der einzigartige "Rollende Weihnachtsmarkt" sorgte wenige Tage vor dem Fest zum 16. Mal direkt vor den Haustüren für eine besondere weihnachtliche Atmosphäre - erstmals auch jenseits der Kreisgrenze.

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Mit kreativen weihnachtlichen Kopfbedeckungen sorgten die Stammtischbrüder für ein besonderes Bild. Sie verkauften unter anderem 160 Liter Glühwein und 400 Bratwürste.Fotos: Karin Waldhüter

Wohratal. Es ist ein kalter Samstag. Schon nach wenigen Minuten fühlen sich die Hände in der Kälte unbeweglich an. Doch das kann die Mitglieder des Stammtischs „Komm‘ mach mit - Tratsch dich fit“ nicht aufhalten: Seit neun Uhr sind sie mit den letzten Vorbereitungen für den „Rollenden Weihnachtsmarkt“ beschäftigt. Um elf Uhr wollen sie zum ersten Mal in Gemünden Station machen. „Eine Ortschaft mehr und noch alle vier Wohrataler Ortschaften an nur einem Tag zu besuchen, das war in diesem Jahr die größte Herausforderung“, berichtet Vereinspräsident Jens Ratz.

Doch es hat sich gelohnt: „Voll zufrieden“ sei er mit dem ersten Besuch im Nachbarkreis, auch wenn der Andrang am Morgen nicht ganz so groß gewesen sei. Der Posaunenchor Gemünden habe ein Stunde lang gespielt und der Gemündener Bürgermeister den „Rollenden Weihnachtsmarkt“ besucht.

Nach dem Gastspiel ging es zurück in die Heimat, um in den vier Orten Wohratals die Bürger zu erfreuen. Bei der 16. Auflage ihres Weihnachtsmarktes beweisen die Stammtischbrüder, dass sie ein eingespieltes Team sind. Denn vor Ort muss es schnell gehen. Die Menschen warten oft bereits, doch einige Vorbereitungen sind unumgänglich: Um die Tassen zu spülen, muss das Wasser heiß sein. Zudem muss die Musikanlage laufen und der weihnachtlich geschmückte Traktor in vollem Glanz erstrahlen. Und ganz wichtig: Die Würstchen müssen auf dem Grill brutzeln, der Glühwein heiß sein und die Tische stehen.

Fünfmal wartet auf die Stammtischbrüder in Gemünden, Hertingshausen, Langendorf, Halsdorf und Wohra die gleiche Prozedur. Dafür, dass die Besucher nicht auf ihre Bratwurst warten müssen, sind die beiden „Grillmeister“ Guido Hammer und Stephan Dawedeit verantwortlich. Bevor sich der „Rollende Weihnachtsmarkt“ zum nächsten Ort aufmacht, füllen sie Holzkohle nach, der Fahrtwind sorgt dann schnell für neue Glut. Die Abläufe sind routiniert, gehen Hand in Hand und jeder Stammtischbruder kennt seine Aufgaben. „Jeder weiß, was Sache ist. In diesem Jahr lief es so gut wie nie“, freut sich Ratz. Noch dazu sei der Zuspruch „klasse“ gewesen. „Die Wohrataler wollen offensichtlich die Veranstaltung weiter haben und unterstützen sie“, analysiert er.

Doch was entschädigt die Mitglieder für die Strapazen? Und ist es möglich, die Mitglieder des Stammtisches Jahr für Jahr dazu zu motivieren, sich für die Mitmenschen auf diese Weise einzusetzen? Jens Ratz muss über die Antwort nicht lange nachdenken: „Dass ein Verein aus Wohra in allen Ortschaften akzeptiert wird und wir als Wohrataler durch den Rollenden Weihnachtsmarkt fester zusammen wachsen - das imponiert uns!“

Homberg ist bald auch Ziel

160 Liter Glühwein und 400 Bratwürstchen haben die Stammtischbrüder im Gepäck. „Und so wie es aussieht, gehen die Würstchen auch alle weg. Da muss sich schon mancher Weihnachtsmarkt anstrengen“, war sich Ratz bereits bei der Station Halsdorf sicher.

Im kommenden Jahr wollen die Stammtischbrüder wieder an zwei Abenden weihnachtliche Stimmung und Geselligkeit in die Ortschaften tragen. Geplant ist dann, auch noch Homberg/Ohm anzusteuern.

Den weihnachtlich geschmückten Traktor mit An­hänger stellten Friedhelm und Stefan Leonhäuser aus Wohra zur Verfügung. Ansonsten engagierten sich Jens Ratz, Guido Hammer, Stephan Dawedeit, Stefan Gilserbach, Joschka Dehmel, Bernd Bubenheim, Norbert Kischnick, Thomas Viereckl, Hans-Christoph Vakiner, Frank Wieschalla. Ihnen standen noch Katrin-Isabell Bubenheim und Sandra Kischnick zur Seite, obwohl Frauen dem Verein „Komm‘ mach mit - Tratsch dich fit“ nicht beitreten können. Einen Teil des Erlöses spendet der Verein wieder an Kindergärten und Schulen in Wohratal. Für die Zeit 29. bis 31. Mai 2015 plant der Stammtisch anlässlich seines 20-jährigen Bestehens ein großes Fest - in das auch ein Teil des Erlöses fließen soll.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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