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Ostkreis Richter stellt Faustschlag-Verfahren ein
Landkreis Ostkreis Richter stellt Faustschlag-Verfahren ein
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00:19 11.11.2018
Symbolbild: Die Staatsanwaltschaft bekundete am Ende kein öffentliches Interesse mehr. Quelle: Thorsten Richter
Stadtallendorf

Dem Stadtallendorfer wurde vorgeworfen, in einem Lokal den Mieter einer seiner Wohnungen wegen Mietrückständen tätlich angegriffen und ihn mit einem Faustschlag zu Boden gestreckt zu haben. Vergeblich warteten Gericht und Angeklagter nebst Rechtsanwalt auf den Geschädigten, der als Zeuge befragt werden sollte.

Eigentlich hatte sich der angeklagte Familienvater zu den Vorwürfen nicht äußern wollen. Er hatte bei einer Befragung eingeräumt, dem Schuldner an den Kiefer gegriffen zu haben, um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen. Ein Faustschlag sei aber nicht erfolgt.

Ob Rückstände inzwischen beglichen wurden, bleibt unklar

Die beiden Männer hätten die Angelegenheit inzwischen mithilfe eines Schiedsmannes bereinigt und sich die Hand gegeben, ließ er wissen. Auch grüße man sich, wenn man sich sehe. Rechtsanwalt Christian Brommundt bestätigte, dass sein Mandant ihn diesbezüglich einmal kontaktiert habe.

Es gebe aber nichts Schriftliches, das dem Gericht vorliege, ließ Richter Filmer wissen. Auf seine Frage, ob denn der säumige Mieter inzwischen seine Rückstände bezahlt habe, antwortete der bisher nicht vorbestrafte Angeklagte ausweichend, dass es gut sein könne. Als die Staatsanwaltschaft kein öffentliches Interesse mehr bekundete, stellte Filmer das Verfahren ein.

von Heinz-Dieter Henkel