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Richter lobt das hohe Sangesniveau

Kritiksingen Richter lobt das hohe Sangesniveau

Chöre des Sängerkreises Wohratal setzen auf modernes Liedgut. "Alte Klamotten" sind eine Seltenheit geworden.

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Udo Lauer dirgierte den Jungen Chor „Joyfull Music“ vom Gesangverein Bracht. Foto: Kai Erdel

Wohratal. Am Samstagnachmittag hatte der Sängerkreis Wohratal seine Mitglieds-chöre nach Wohra ins Bürgerhaus eingeladen, um sich einem Kritiksingen zu stellen.

von Kai Erdel

Wohra. Elf Chöre nahmen an dem Kritiksingen teil. Sie blieben zumeist unter sich, Zuschauer gab es an diesen Nachmittags- und Abendstunden trotz schlechten Wetter und bester Besetzung des Kritiksingens kaum. Den Hauptanteil der singenden Chöre stellte der Gesangverein Bracht, welcher mit dem Jungen Chor „Joyful Music“ unter der Leitung von Udo Lauer und dem Männerchor, Frauenchor und Gemischten Chor unter der Leitung von Harry-Michael Poths angetreten war.

Daneben traten noch der Kirchen- und Frauenchor Rauschenberg unter der Leitung von Philipp Imhof, der Gemischte Chor des Gesangverein Erksdorf unter der Leitung von Mareike Hilbrig, der Gemischte Chor des Gesangverein Schwabendorf unter der Leitung von Günter Retzlik, der Gemischte Chor Ernsthausen und der Männerchor aus Langendorf unter der Leitung von Robert Lauks und der Gemischte Chor und der Männerchor des Gesangverein Momberg unter der Leitung von Knut Petersen auf.

Vor Beginn des Singens nutzte der Vorsitzende des Sängerkreises, Kurt-Wilhelm Nau, die Anwesenheit der zahlreichen Chöre, um Hannelore Gamb zum Ehrenmitglied zu ernennen. Er dankte ihr damit für ihre von 1995 bis 2011 dauernde ehrenamtliche Arbeit im Vorstand des Sängerkreises.

Das folgende Kritiksingen wurde nicht in Form eines Wettbewerbs ausgerichtet. Vielmehr hatten die teilnehmenden Chöre hierbei die Möglichkeit, vor dem Limburger Wertungsrichter Jürgen Fassbender zu zeigen, an welchen Werken sie gerade arbeiten. Hierbei holte Fassbender die Chöre jeweils an den Punkten ab, an denen diese leistungsmäßig gerade standen. „Egal wie viel man ein Stück geprobt hat, man hat danach immer nur die nächste Stufe erreicht, an der man arbeiten kann“, so Fassbender, der die Vortragenden zuallererst für ihre erreichtes Niveau lobte. Im Anschluss gab er den Chören jeweils wertvolle Tipps, woran diese weiterarbeiten könnten. Dabei waren diese Hinweise durchaus für alle wertvoll. „Singen ist etwas Körperliches, je mehr man das mit Gesten unterstützt, umso besser singt man“, war einer seiner Hinweise. So müsse beim Singen von Rock oder Pop ein Groove entstehen, denn der am leichtesten Chor durch gemeinsames Gehen im Stand erreichen könne.

Auch Intonation und Phrasierung waren Gesangselemente, auf die Fassbender sein Augenmerk legte und dessen Ausführungen die Sänger und Chorleiter aufmerksam aufnahmen. Besonders gefiel Fassbender, dass zahlreiche Chöre mit schwierigen neueren Stücken und auch alten unbekannten Stücken auftr aten.

„Kritiksingen werden sonst gerne dazu benutzt, alte Klamotten zu singen, die keiner mehr hören will“, sagte Fassbender.

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