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Ostkreis Katze soll über Rampe vom Baum kommen
Landkreis Ostkreis Katze soll über Rampe vom Baum kommen
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09:06 14.07.2018
Halb verborgen hinter einem Ast lag die ängstliche Katze am Freitagmittag immer noch auf dem Baum in der Niederrheinischen Straße. Quelle: Michael Rinde
Stadtallendorf

Wann genau das Tier in die hohe Eiche an der Niederrheinischen Straße geklettert ist, weiß niemand. Beobachtet wurde sie offenbar schon einige Zeit, bevor Anwohner zum ersten Mal bei der Leitstelle der Feuerwehr in Marburg anriefen. Das geschah am Mittwoch, wie Stadtbrandinspektor Ulrich Weber gegenüber der OP berichtet.

Weber verschaffte sich selbst einen Eindruck und verständigte dann zwei Kameraden zur Unterstützung, die mit der Drehleiter ausrückten, um den ersten Rettungsversuch zu übernehmen. Etwa eine Stunde lang, so schätzt es die Feuerwehr, dauerte dieser erste Versuch. Doch das Tier wollte sich schlichtweg nicht einfangen lassen. Runter vom Baum traut sich die Katze ganz offensichtlich nicht. Allerdings ist sie bereit, weiter hinaufzusteigen, zumindest, wenn sich ihr Menschen im Drehleiterkorb nähern. 

Schon nach dem ersten Einsatz war klar, dass es auf dem üblichen Wege schwierig werden dürfte, des Tieres habhaft zu werden. Also berieten sich Feuerwehr und Veterinärbehörde. Dabei entstand die Idee, eine Rampe zu bauen, die es dem Tier in einem unbeobachteten Moment erlauben könnte, aus dem Baum hinabzukommen. Damit ist die Geschichte aber bei weitem nicht zu Ende.

Zunächst sprach sich bei Facebook herum, dass das Tier im Baum in der Niederrheinischen Straße sitzt und nicht klar ist, wann und wie es wieder herunterkommt. So wurde das Tier, von dem keiner scheinbar weiß, wem es gehört und woher es kommt, über die Kreisgrenzen hinaus bekannt. Am Donnerstagabend unternahm die Feuerwehr, über die Polizei alarmiert, zusammen mit Tierschützern einen weiteren Versuch, die Katze in die Hand zu bekommen und in Sicherheit zu bringen.

Auch zweiter Versuch blieb ohne Erfolg

Eine Frau hatte die Feuerwehr über die Polizei benachrichtigen lassen, wie Polizeisprecher Jürgen Schlick auf Anfrage mitteilte. Auch dieser zweite Rettungseinsatz blieb jedoch ohne Erfolg und dauerte abermals rund eine Stunde. „Wir waren wieder mit der Drehleiter und einem weiteren Fahrzeug zum Ausleuchten vor Ort“, erläutert Weber.

Am Freitag stellte nun der Bauhof eine eigens gezimmerte, mit Stufen versehene Rampe an den Baum. Die Katze soll über die Rampe hinabgelangen, irgendwann, in einem ruhigen Moment. Am Freitagmittag lag das Tier zunächst noch dösend auf einem Ast in einigen Metern Entfernung zur Rampe. Die Feuerwehr hofft nun darauf, dass sich die Katze ein Herz fasst. „Wir haben nun jedwede Möglichkeit ausgereizt, der Katze zu helfen“, sagt Ulrich Weber.

von Michael Rinde