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Ostkreis Rauschgift in der Beinprothese
Landkreis Ostkreis Rauschgift in der Beinprothese
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20:21 14.10.2010
Aus allen Teilen der Republik kamen die ehemaligen Stiftsschüler zum Amoeneburgiatag. Der Vorsitzende der Amoeneburgia, Dr. Ortwin Schuchardt (Dritter von rechts), begrüßte sie. Quelle: Karin Waldhüter

Amöneburg. Der letzte Schultag vor den Herbstferien stand an der Stiftsschule St. Johann auch in diesem Jahr wieder ganz im Zeichen der Amoeneburgia – der Vereinigung der ehemaligen Schüler, Lehrer und Freunde der Stiftsschule.

Der Amoeneburgiatag ist an der Stiftsschule St. Johann längst zu einer festen Einrichtung geworden. Zehn ehemalige Schüler, die aus dem gesamten Bundesgebiet anreisten, folgten der Einladung der Amoeneburgia, um 112 Schülern der Jahrgangsstufe 12 von ihren Erwartungen und Erfahrungen bei der Berufswahl und aus dem Berufsleben zu berichten.

„Heute ist ein schöner Tag“, betonten so auch der Oberstufenleiter Thomas Martin. Schön deshalb, weil viele Ehemalige in die Schule gekommen seien, um Orientierung zu geben. Schön auch deshalb, weil die ehemaligen Schüler gerne in ihre Schule zurückkämen, sagte er.

Dem schloss sich Schulleiter Hans-Georg Lang an: „Manche Schulen überlegen, einen solchen Tag zu initiieren – wir machen das schon seit Jahren.“ Darauf sei er ganz besonders stolz. Es sei etwas Einmaliges, aus erster Hand Informationen zu erhalten, die man in der Schule nicht lernen könne, erklärte anschließend Dr. Ortwin Schuchardt.

Nach der Begrüßung standen die zehn Referenten dann jeweils kleinen Gruppen von Schülern in zwei Durchgängen Rede und Antwort.

Philip Behlke-Schalk ist Zollinspektor bei der Zollfahndung in Frankfurt. Das Abitur hatte er im Jahr 2005 gemacht. Er hatte einige Dinge mitgebracht, zum Beispiel eine Beinprothese oder eine Bowlingkugel, die als Verstecke für Rauschgift gedient hatten.

Tassilo Schmitt machte vor drei Jahren Abitur und studiert jetzt in Dortmund, um Ingenieur für Biotechnik zu werden. Während der Schulzeit sei er erstmals mit dem Fach in Berührung gekommen, erzählte er und informierte über Studienverlauf, Studieninhalt und Berufsaussichten.

Über den Studiengang Diplom-Ingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik berichtet Andreas Hövelmann, der im Jahr 2005 Abitur gemacht hatte und nun in München studiert. Desirée Schweiger, Abiturjahrgang 2005, berichtete über ihr Psychologie-Studium in Marburg, das sie beendet hat, um jetzt zu promovieren.

Lena Braun absolvierte im Jahr 2006 das Abitur und geht in Düsseldorf ihrem Studium Medien- und Kulturwissenschaft nach. Hannah Bastian, Abiturjahrgang 2007, ist in Rosenthal bei der Harald und Böhl GmbH und in Frankfurt bei der Firma Cosonava als Kommunikationswirtin beschäftigt.

Johanna Nasemann machte nach ihrem Abitur 2007 eine Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen in Frankfurt und studiert jetzt in Gießen BWL. Isabell Battenfeld, Abitur 2008, geht in Darmstadt ihrem Architekturstudium nach, und Annabel Schmitt, auch Abiturjahrgang 2008, studiert in Bremen Risiko- und Sicherheitsmanagement. Ebenfalls 2008 hatte Ulrike Wolf ihr Abitur gemacht. Sie studiert Pharmazie in Marburg.

Das Urteil der Schüler fiel am Ende durchweg positiv aus. „Ich habe viel Interessantes heute erfahren. Man bekommt einen guten Einblick in die Berufe“, kommentierte Franziska Preis.

von Karin Waldhüter