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Raus aus der Schule, rein in den Job

Berufswahlbüro Raus aus der Schule, rein in den Job

Die Wirtschaft sucht händeringend nach qualifizierten Arbeitskräften. Dem entgegen steht die hohe Anzahl der Ausbildungsabbrecher. An der Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain will man diesem Negativtrend trotzen.

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Strahlende Gesichter bei der Einweihung des Berufswahlbüros: IHK-Mitarbeiter Gerold Kreuter (ganz rechts) beobachtet die ersten Arbeiten mit den neuen Computern.Foto: Dennis Siepmann

Kirchhain. Zwei Computer mit Internetzugang stehen in dem ehemaligen Klassenraum an dessen Türe das Schild mit der Aufschrift "Bürufswahlbüro" angebracht ist. Was sich hinter dem Begriff verbirgt erklärt Dr. Gerold Kreuter von der Industrie- und Handelskammer (IHK) bei der offiziellen Einweihung der Beratungsstelle: "Es geht darum den Schülern ein praxisnahes Bild der Berufswelt zu vermitteln".

Zu diesem Zwecke lädt das Beratungsbüro Ausbilder und Auszubildende aus den heimischen Unternehmen ein, um ihren Arbeitsalltag zu schildern. "Im Gespräch können sich die Schüler informieren, einen ersten Einblick in das Tätigkeitsfeld gewinnen oder sogar Kontakte zu den Arbeitgebern knüpfen", erklärt Kreuter. Zur Einweihung des Büros, das durch die Agentur für Arbeit mitfinanziert wird, gab Horst Eitzenhöfer Auskünfte über das Berufsfeld der Gastronomie. Unterstützt wurde der Küchenchef bei seinen Ausführungen von der Auszubildenden Dana Geretschläger. Gemeinsam beantworteten die beiden Mitarbeiter des Marburger Welcome-Hotels die Fragen der Schüler.

Zukünftig wird das Büro in der Alfred-Wegener-Schule zwei Stunden täglich besetzt sein. Vor Ort kümmert sich dann Angela Dembowsky vom Berufsbildungszentrum Marburg um die Betreuung des Projektes. "Ein Wochenplan zeigt den Schülern welche Berufsgruppen sich in unserer Einrichtung vorstellen. Die Interessierten können sich dann ohne Voranmeldung einfach hier einfinden", erklärt Dembowsky.

Ziel ist direkter Anschluss an den Schulabschluss

Für Schulleiter Matthias Bosse ist es besonders wichtig zu wissen, dass die Schulabgänger nicht nur einen Abschluss machen, sondern auch einen direkten Anschluss in die Berufswelt finden. "Das Zeugnis allein bringt noch keine Jobgarantie. Die hier geleistete Verzahnung ist ein wichtiger Baustein für eine zukünftigen Erfolg im Berufsleben".Ebenso denkt Kreuter über das Problem vieler Jugendlicher, eine passende Arbeitsstelle zu finden: "Zum einen soll hier die Berufsqualifikation der Schüler erhöht werden, zum anderen wird durch den direkten Kontakt zwischen Schule und Arbeitgebern so manch falsches Berufsbild gerade gerückt".

Das Projekt der Berufswahlbüros wird im Landkreis Marburg-Biedenkopf bereits an drei weiteren Schulen praktiziert. Angefangen hat es im Spätsommer des letzten Jahres an der Friedrich-Ebert-Schule in Marburg. Es folgten die Richtsberg-Schule in Marburg und die Georg-Büchner-Schule in Stadtallendorf. Weitere Projekte sind vorerst nicht geplant, so Dembowsky.

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