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Räuber geben Wandertour den Namen

Permanenter Wanderweg Räuber geben Wandertour den Namen

All das bietet der permanente Wanderweg Schächerbachtour: herrliche Natur, Schauplätze alter Sagen und Geschichten, dazu alte Mühlen, Teiche, Bäche und Altbaumbestände.

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Hartmut Kraus aus Homberg/Ohm begleitete die Teilnehmer der Eröffnungswanderung (rechtes Bild) mit Informationen über besondere Ort entlang der mehr als neun Kilometer langen Strecke. Fotos: Karin Waldhüter

Hatzbach. Seit Samstag können Wanderungen auf dem Premiumwanderweg „Sagenhafte Schächerbachtour“ in Homberg / Ohm für das Internationale Volkssportabzeichen gewertet werden. Damit zählt die Schächerbachtour zu den Permanenten Wanderwegen des Deutschen Volkssportbundes (DVV), der von den Wanderfreunden Hatzbachtal 1982 aus Stadtallendorf betreut wird.

Eröffnet wurde der Permanente Wanderweg am frühen Samstagmorgen von dem Vorsitzenden der Wanderfreunde Hatzbachtal Horst Erdel und Hartmut Kraus von der Tourismuskommission Homberg, der die Schächerbachtour im Mai 2010 eingerichtet hat. Hinzu kamen rund 60 Wanderer die sich auf die 9,2 Kilometer lange Strecke machten.

Der Wanderweg ist zertifiziert und ausgezeichnet mit dem Deutschen Wandersiegel. „Wir haben uns sozusagen in ein gemachtes Nest gesetzt“, verdeutlicht Erdel. Um die „Sagenhafte Schächerbachtour“ zu einem Permanenten Wanderweg machen zu können habe es der Genehmigung durch den Verband bedurft, erläuterte Erdel. In dem direkt an dem Wanderweg liegenden Café Roco im Seniorenzentrum Goldborn gewannen die Wanderfreunde Hatzbachtal einen Partner.

Dort gibt es ab sofort Startkarten für die Tour. Der neue Permanente Wanderweg trägt die Genehmigungsnummer 331. „Als wir 2005 den Permanenten Wanderweg „Rund um den Wetzstein“ eingeweiht haben, erhielt dieser die Nummer 18“, verdeutlicht Erdel die gewachsene Bedeutung des beliebten Volkssports.

„Es freut mich, dass sie den Weg als Permanenten Wanderweg haben eintragen lassen“, hob Hartmut Kraus hervor. Insgesamt 72 Erlebnispunkte erwarten die Wanderer.

Am Samstag bei der Eröffnung reisten sie überwiegend mit dem Bus aus Stadtallendorf nach Homberg zum Startpunkt. Das Schächerbachtal gibt diesem Weg seinen Namen und sein Thema.

Quellen, Bäche und Teiche in einer abwechslungsreichen Landschaft mit angenehmen Wäldern und herrlichen Wiesentälern sind die Grundausstattung für diesen Wanderweg, der immer wieder Bezug nimmt auf Sagen aus der Zeit, als die Schächer - die Räuber - ihr Unwesen trieben.

Weg führt zu Bächen und Quellen

Vom Stadthallenparkplatz aus führt der Wanderweg im ersten Teil vorbei am Baudenkmal Eisenbahnviadukt, an alten Mühlen, quer durch alte Baumbestände, vorbei an schönen Aussichtpunkten und herrlichen Fernblicken in das romantische Ohmtal. Auf den weitgehend naturbelassenen und hervorragend ausgeschilderten Wegen erreichen die Wanderer das Reich der Bäche und Quellen. An der Naturquelle Goldborn ist das Wasser so klar, dass man daraus trinken kann. Schon die Namen Goldborn, Dorothea­brunnen oder Jungfernloch zeugen von den Sagen, die man sich früher dort erzählte.

Im Anschluss an die Wanderung erwarteten die Wanderer Grillgerichte im Café Roco. Eine Flugschau der Greifvogelwarte Feldatal rundete den erlebnisreichen Tag ab.

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