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Projekt soll Schüler vor Gewalt schützen

Gewaltvorbeugung Projekt soll Schüler vor Gewalt schützen

Früher hätte Seska ihr Gegenüber einfach ebenfalls beleidigt und wäre so vielleicht in eine Gewaltsituation geraten. Heute weiß die 13-jährige Schülerin der Alfred-Wegener-Schule, wie sie geschickter handeln kann.

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120 Alfred-Wegener-Schüler nahmen an dem Gewaltpräventionsprojekt PiT-Hessen teil.Foto: Karin Waldhüter

Kirchhain. Die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen nimmt immer mehr zu. Umso wichtiger ist es, das Thema gemeinschaftlich anzugehen. Genau das haben 120 Schüler des Jahrgangs sieben aus drei Realschul-, einer Hauptschulschul- und einer Klasse des gymnasialen Zweigs gemeinsam mit Vertretern der Schule, der Polizei, der Stadtjugendpflege und der Evangelischen Kirche Kirchhain getan.

Während fünf Projekttagen mit jeweils sechs Schulstunden lernten die Schüler im Gewaltpräventionsprojekt der hessischen Landesregierung (PiT), Konflikten frühzeitig aus dem Weg zu gehen.

Dabei lernten die Schüler Orte der Gewalt kennen und meiden. Sie erfuhren, wie sie aus einem Konflikt rechtzeitig aussteigen, wie sie erfolgreich Menschen um Hilfe bitten und wie sie Mitbürgern richtig helfen.

„Durch das Projekt sollen potenzielle Opfer vor Gewalt im öffentlichen Raum geschützt werden“, beschreibt Lehrerin Katharina Denig die Zielsetzung des Gewaltpräventionsprojektes.

Den Themen Gewalt und Möglichkeiten des Umgangs mit Konflikten wird an der Gesamtschule seit Jahren besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Seit 2007 nehmen Schüler an PiT-Hessen teil. In diesem Schuljahr setzten Gerd Huntemann, Antonella Lucifero, Andreas Schmidt und Katharina Denig von der Alfred-Wegener-Schule und die beiden Oberkommissare Thomas Bartels und Bernd Frieb von der Polizeistation Stadtallendorf, Silke Baumgardt von der Jugendförderung und Marko Hinz von der Evangelischen Kirche Kirchhain das Projekt um.

Wesentlicher Unterschied zu anderen Projekten ist, dass bei PiT das Opfer und nicht der Täter im Mittelpunkt steht. Katharina Denig ist sich sicher, dass das Gewaltpräventionsprojekt im Zusammenwirken mit einem Mediations- und dem Busbegleitprojekt weitreichende Auswirkungen auf ein positiveres Schulklima hat: „Alles zusammen bewirkt, dass sich das Klima an der Schule positiv verändert.“ Oberkommissar Bartels, ergänzt, dass das Projekt auch einen Weg raus aus der Anonymität bietet.

„Das Projekt hat mir geholfen“, bestätigt Schülerin Jacqueline Gehrmann. „Wir haben gelernt, nicht wegzuschauen, wenn jemand angegriffen wird, sondern Hilfe zu holen. Und wir haben gelernt, Augenkontakt zu vermeiden, um Konflikten aus dem Weg zu gehen.“

Andreas Kühn, der stellvertretende Schulleiter überreichte zum Abschluss jedem Schüler eine Urkunde.

von Karin Waldhüter

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