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Tag der offenen Tür Praktische Tipps und interessante Details

"Brennendes Fett niemals mit Wasser löschen, sondern mit einer Löschdecke ersticken!" Dies war nur ein guter Rat, den Mombergs Feuerwehrleute den Besuchern ihres Tages der offenen Tür gaben.

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Der Gerfahrengutzug aus Schwalmstadt war eine ganz besondere Attraktion. Zum krönenden Abschluss durften sich die Kinder sogar hinter das Steuer setzen.Fotos; Klaus Böttcher

Momberg. "85 Jahre ist eigentlich kein richtiges Jubiläum, aber wir wollen der Bevölkerung gerne unsere Arbeit und unsere Ausrüstung zeigen“, sagte Mombergs Wehrführer Gerold Sack zu den Feierlichkeiten anlässlich des langjährigen Bestehens der freiwilligen Feuerwehr. So erlebten die Besucher am Wochenende keinen Festkommers, sondern am Samstag eine hochinteressante Großübung mit einem Unwetterszenario (diese Zeitung berichtete) und am Sonntag einen Tag der offenen Tür.

Allerdings kamen bei durchwachsenem Wetter nicht so viele Besucher wie erhofft zum Tag der offenen Tür. Trotzdem boten die Kameraden eine vielseitige Ausstellung und interessante Vorführungen.

Bei der Ausstellung der Feuerwehrausrüstung bekamen die Momberger Brandschützer Unterstützung von den Kameraden aus Stadtallendorf, Kirchhain, Schwalmstadt und der Kernstadt. Und die hatten einige Attraktionen dabei, die nicht zur Ausrüstung der Momberger Wehr gehören. Entsprechend groß war das Interesse der Gäste, zum Beispiel am großen Fahrzeug mit einer speziellen Ausstattung des Gefahrgutzuges aus Schwalmstadt oder das Drehleiterfahrzeug aus Kirchhain.

Die Ausrüstung des Rüstwagens für technische Hilfeleistung kam bei einer beeindruckenden Vorführung zum Einsatz. Konnten die Momberger am Samstag bei der Übung schon erleben, wie mit technischen Hilfsmitteln ein Auto zerlegt wird, um Verletzte bergen zu können, so wurden am Sonntag die Arbeiten mit hydraulischer Scherer, Spreizer und andern Geräten Schritt für Schritt erklärt.

Immer wieder Erstaunen löst die Vorführung einer kontrollierten Fettexplosion aus, wie sie im Haushalt vorkommen kann. „Die meisten Brände entstehen durch Überhitzung des Fettes, denn der Siedepunkt von Fritierfett liegt über 100 Grad Celsius“, erklärten die Brandschützer. Bei einer Temperatur von 100 Grad wird aus Wasser Wasserdampf. Wird nun ein Wasserstrahl in siedendes oder brennendes Fett gerichtet, kommt es zu einer schlagartigen Verdampfung des Wassers. Der Wasserdampf treibt das brennende Fett auseinander, vergrößert dessen Oberfläche und kann zur Explosion führen. Genau diesen Vorgang stellten die Momberger nach und die riesengroße Stichflamme beeindruckte die Zuschauer und entlockte dem einen oder anderen erschreckte Ausrufe. Der gute Rat der Feuerwehr: „Brennendes Fett niemals mit Wasser löschen, sondern mit einer Löschdecke ersticken.“ Gegebenenfalls könne man auch einen geeigneten Feuerlöscher nutzen - müsse aber dabei auf Augen- und Gesichtsschutz achten.

von Klaus Böttcher

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