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Ostkreis Posch schafft das Baurecht
Landkreis Ostkreis Posch schafft das Baurecht
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17:52 30.05.2012
Stadtallendorf

Mit seiner Unterschrift besiegelte gestern Hessens Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) das, was in Jahrzehnte währender Arbeit in Marburg und Gießen geplant, immer wieder verändert und überprüft wurde. Posch unterschrieb den Planfeststellungsbeschluss für den A-49-Abschnitt zwischen Stadtallendorf und Gemünden (Felda). Ein Projektteam des damaligen Marburger Amts für Straßen- und Verkehrswesen (heute HessenMobil) hatte die Planungen erarbeitet.

Für sämtliche 41 Kilometer geplante Autobahnstrecke zwischen Neuental und Gemünden (Felda) existiert jetzt ein Planfeststellungsbeschluss. Diese wichtige Voraussetzung für den Weiterbau war von der Landesregierung immer wieder vehement eingefordert worden.

Die Unterschrift stehe für die immense Bedeutung, die dieses letzte große Infrastrukturprojekt in Hessen habe, erklärte Posch. Ökologisch bleibt die A-49-Trasse ab Stadtallendorf trotz Veränderungen weiter hochproblematisch, was auch im Verkehrsministerium klar ist. Als wichtig bewertete der Minister gestern darum auch die Bestätigung der gewählten Trasse durch die EU-Kommission. Schließlich berührt die Trasse das FFH-Gebiet östlicher Herrenwald bei Stadtallendorf. Doch in ebendieser Genehmigung der EU-Kommission hatte der Amöneburger A-49-Gegner Reinhard Forst zahlreiche schwerwiegende Fehler in der Begründung gefunden (diese Zeitung berichtete).

Posch verdeutlichte gestern auch, wie aufwändig dieser dritte und letzte Ausbauabschnitt der A 49 sein wird: Vier Brücken mit Spannweiten von 180 bis 460 Metern müssen entstehen. Hinzu kommen 24 kleinere Brückenbauwerke. Doch auch der Trinkwasser- und Lärmschutz ist bei diesem 17,45 Kilometer langen Autobahnabschnitt besonders zu berücksichtigen. So ist dieser Abschnitt nicht nur der längste, sondern mit 234 Millionen Euro auch der teuerste. Insgesamt muss der Bund rund 570 Millionen Euro für den gesamten Autobahnweiterbau aufbringen.

Verkehrsminister Posch gab sich gestern zuversichtlich, dass die Gesamtfinanzierung des Projekts gelingt. Wann das der Fall sein wird, vermag zurzeit aber niemand vorherzusagen. Zuletzt ging das Land davon aus, dass der Abschnitt Schwalmstadt-Stadtallendorf frühestens im Jahr 2016 begonnen wird. Doch gegen diesen Abschnitt klagt der Nabu. Ausdrückliches Lob für den Planfeststellungsbeschluss für die A 49 gab es gestern von der Industrie- und Handelskammer Kassel. Eine Umfrage der IHK Kassel belege, dass eine „leistungsfähige Anbindung des Wirtschaftraumes durch die fertig gestellte A 49 für wirtschaftliche Impulse der Region unerlässlich ist“. Auch die IHK fordert jetzt eine schnelle Durchfinanzierung des Gesamtprojekts.

Sören Bartol, der heimische Bundestagsabgeordnete und verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, hofft, dass der gestrige Planfeststellungsbeschluss auch rechtssicher sein wird. „Hoffentlich ging Schnelligkeit nicht vor Qualität“, sagte Bartol gestern mit Blick auf die kurzfristige Unterschrift von Posch. Jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, wo parteiübergreifend über die Finanzierung der Autobahn geredet werden könne. Die Finanzierung müsse in vertretbaren Zeiträumen gesichert werden.

von Michael Rinde

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