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Ostkreis Polizei sucht Zeugen für Vergewaltigung
Landkreis Ostkreis Polizei sucht Zeugen für Vergewaltigung
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17:58 24.01.2011
Das Archivfoto zeigt links einen Regionalexpress.

Stadtallendorf. Am Donnerstag, 20. Januar, kam es nach Angaben der Polizei am Bahnhof in Stadtallendorf und danach im Regionalexpress nach Marburg zu einer Auseinandersetzung ehemaliger Lebenspartner. Nach Angaben des 30-jährigen Opfers begann alles mit Beleidigungen und sexuellen Nötigungen auf Gleis 1 am Bahnhof Stadtallendorf und endete mit Fausthieben und einer Vergewaltigung in der Zugtoilette.
Die Frau, die zwei Tage später Anzeige erstattete, erlitt durch die Schläge äußerlich sichtbare, blutende Verletzungen im Gesicht. Der mutmaßliche Täter, ein 22-jähriger, etwa zwei Meter großer, 90 kg schwerer und kräftiger Mann flüchtete.

Er trug eine dunkle Jogginghose, eine schwarze Sportjacke mit dem Aufdruck "Lonsdale" und darüber noch eine schwarze Lederjacke mit Kragen beziehungsweise Fellbesatz. Die bisher erfolglose Fahndung nach dem polizeibekannten Mann dauert an. Der Regionalexpress sollte planmäßig um 17.19 Uhr abfahren und um 17.33 Uhr in Marburg ankommen. Der Zug hatte jedoch zehn Minuten Verspätung.

An den Bahnhöfen in Stadtallendorf und Marburg und im Zug waren viele Menschen. Die 30-jährige stritt sich bereits am Bahnhof lauthals mit ihrem Bekannten, schubste ihn weg und schrie laut. Die Kripo Marburg hofft,
dass das Paar bereits da auffiel. Die schlanke Frau trug eine graue Hose und eine dunkle Sweatshirtjacke unter der dunkeln Lederjacke. Dazu hatte sie einen grau-weißen Wollschal um.

Im Zug suchte das Paar eine Toilette auf, um sich vor dem herannahenden Schaffner zu verstecken, weil sie keine Fahrkarten gelöst hatten. In der Toilette setzte sich der Streit fort und eskalierte in den Schlägen und der Vergewaltigung. Die Kripo glaubt, dass Zugreisende die lauten Schreie gehört haben und Angaben zu dem Opfer und dem vor ihr flüchtenden mutmaßlichen Täter machen können. Insbesondere von einer Frau erhofft sich die Kripo wichtige Hinweise für das Verfahren. Das Opfer hatte die Frau befragt, in welche Richtung der Mann gelaufen sei. Diese Reisende hielt das Opfer dabei, wohl um es vor weiteren Übergriffen zu schützen, noch kurz fest.

Die Kripo Marburg bittet insbesondere diese Zeugin, aber auch alle anderen Personen, die sich an das beschriebene Paar und die geschilderten Vorfälle auf den Bahnhöfen beziehungsweise im Zug erinnern können, dringend, sich zu melden. Hinweise an die Kripo Marburg unter Telefon 06421/406-0.