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Politik sieht Widersprüche

Badsanierung in Stadtallendorf Politik sieht Widersprüche

Mit klarer Mehrheit billigte der erste Fachausschuss die Festlegung auf eine Hallenbadsanierung. Gleichzeitig prüft die Verwaltung, ob sich das Freibad zum Allwetterbad umbauen ließe.

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Stadtalllendorfs Hallenbad ist nach Jahrzehnten des Betriebs sanierungsreif. Archivfoto

Stadtallendorf. Am 29. März entscheidet das Stadtparlament in Sachen Hallenbadsanierung. Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) legte dem Ausschuss für öffentliche Sicherheit, Kultur und Sport am Dienstag eine n Antrag vor, in dem er seine Vorstellungen formulierte. So soll das Parlament entscheiden, dass das Bad saniert und um einige Attraktionen bereichert werdern soll. Zugleich soll das Parlament darüber befinden, dass die Verwaltung noch eine weitere Variante untersucht: den Umbau des Freibades in ein Allwetterbad mit Glasdach und Glasfassade (die OP berichtete gestern).

Inhaltlich gab es zu diesem Vorgehen keinen großen Widerspruch, allerdings einige formale Bedenken. So hielten Stadtverordnete wie Hans-Georg Lang oder Maria März (beide CDU) den Antragstext für widersprüchlich. "Müssten wir unseren jetzigen Beschluss aufheben, sollten wir uns später doch für das Allwetterbad entscheiden", fragte Lang. Großen Raum nahm auch die Diskussion darüber ein, ob sich der Förderbescheid von 1,3 Millionen Euro bei einem Allwetterbad ebenfalls nutzen ließe. Somogyi hält dies zumindest für denkbar. "Bis zur Sitzung des Magistrats hatte kaum einer den Bescheid überhaupt gelesen", merkte er an.

Giselher Pontow, der Betriebsleiter der Stadtwerke, zu denen das Bad gehört, gab einige Grundsatzinformationen: So habe der Förderantrag allein auf eine Sanierung des Bades in der Stadtmitte gezielt. Für überprüfbar hält Pontow die Allwetterbad-Variante aber dennoch. Er mahnte nun allerdings ein baldiges Ende der Debatte an, zumal sich die Verwaltung mit dem Badtheme eigentlich bereits seit 2004 beschäftigt. Seinerzeit gab es den ersten Auftrag zu einer Überprüfung des Bades an die Stadtwerke.

Am Ende, nach langem Diskutieren der Formalien, stimmten die Ausschussmitglieder den Antrag Punkt für Punkt ab. Unter dem Strich ist der Weg, den Bürgermeister Somogyi einschlagen will, damit beschlossen. Beim Auftrag für das Prüfen eines Allwetterbades enthielt sich allerdings die CDU - wohl eher aus formalen Gründen.

von Michael Rinde

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