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Planer: Stadtallendorf braucht weitere Halle

Stadtallendorf Planer: Stadtallendorf braucht weitere Halle

Am Donnerstagabend nimmt das Stadtparlament den ersten Sportentwicklungsplan Stadtallendorfs zur Kenntnis. Das Institut Ikps aus Stuttgart hatte ihn erarbeitet.

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Vier Millionen Euro investierte die Stadt in den Jahren 2008 und 2009 in die Sanierung der Bärenbachhalle. Wettkampftauglich wurde sie dadurch allerdings nicht.

Quelle: Archivfoto

Stadtallendorf. Planer, Verwaltung und ehrenamtliche Vereinsvertreter haben ihre Arbeit vollendet, der Sportentwicklungsplan liegt vor. Für den Preis von 37 000 Euro hat ihn das Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (Ikps) erstellt. In einer Ausschuss-Sitzung stellte Wolfgang Schabert vom Institut einige der Kernergebnisse vor. Sie sind letztlich auf Grundlage von Erhebungen und der Arbeit der kooperativen Planungsgruppe entstanden.

Zwar gibt es reichlich Lob von den Verfassern für „vergleichsweise hervorragende Sportstätten“, aber auch eine sehr lange Liste an Verbesserungsvorschlägen.

Herausragend ist dabei die Anregung für den Bau einer weiteren Sporthalle in der Stadt. Denn beim Hallenangebot sieht Ikps Defizite. So ist von einer „deutlichen Unterversorgung“ bei den Einzelhallen und einer leichten Unterversorgung bei den Mehrfachhallen. „Es sind die Kapazitätsengpässe, die den Hallenbau begründen“, sagt Schabert. Er betonte allerdings auch, dass jener Sportentwicklungsplan langfristig, sprich mit einem Zeithorizont von 10 bis 15 Jahren angelegt ist. Jene neue Halle soll ballspieltauglich ausfallen. 

Der Plan sieht aber auch erhebliche Verbesserungsmöglichkeiten, die sich schnell und vergleichsweise einfach umsetzen lassen. Bei der Bürgerbefragung im vergangenen Jahr stand der Laufsport auf der Beliebtheitsskala sehr weit oben. Vor diesem Hintergrund ist auch das Leitziel einer „flächendeckenden Versorgung mit Sportwegen“ erklärlich. Zunächst einmal sollten aber die Informationen über das vorhanden Wegenetz verbessert werden. Außerdem gibt es weiterführende Ideen aus der Planungsgruppe: eine Aufwertung des Trimmpfades mit Verbindung zum Heinz-Lang-Park etwa oder eine Laufbahn mit gelenkschonendem Belag.

Rundlaufbahn für das Stadion

Mit einiger Spannung hatten Vereine und Politik auf die Empfehlungen zum Dauerprojekt Herrenwald-Stadion gewartet. Dort empfehlen die Experten den Neubau einer Rundlaufbahn und weiterer Leichtathletikanlagen. Das Institut unterstreicht die Notwendigkeit einer Laufbahn. Denn bei den Laufdisziplinen müssen die Leichtahtleten auf die Sportplätze von Bundeswehr und Büchner-Schule zurückgreifen.

Organisatorisch sieht der Plan einige Verbesserungsmöglichkeiten durch ein „Sportstättenmanagement“. So könnten zusätzliche Kapazitäten bei den Hallen freigeschlagen werden. Während der Ausschuss-Sitzung gab Wolfgang Schabert lediglich einen Überblick über die Ergebnisse des Planes.

Jetzt wäre zunächst die Politik am Zuge, die der Verwaltung den Auftrag für eine „Maßnahmenliste“ geben muss. Ikps empfiehlt Stadtallendorf außerdem, die Planungsgruppe am Leben zu halten. Sie soll mindestens einmal im Jahr zusammenkommen – und offenbar für eine Art Erfolgskontrolle sorgen.

Bei der Beschilderung und dem Sammeln von Informationen über vorhandene Wege will die Verwaltung schnell aktiv werden. Reiner Bremer von der Stadtverwaltung kündigte an, dass mit der Planung einer besseren Ausschilderung des Sportwegenetzes bereits begonnen wurde. Ein Informationsblatt dazu ist ebenfalls in der Planung.

von Michael Rinde

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