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Pfarrerin: Erst beim Konzert ist Neujahr

Neustadt Pfarrerin: Erst beim Konzert ist Neujahr

Beim siebten Neujahrskonzert der Stadt und der evangelischen Kirchengemeinde zeigte sich am Freitagabend, welche musikalischen Talente in der Junker-Hansen-Stadt schlummern.

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Die Gruppe „Flötentöne“ intonierte am Freitagabend unter anderem „Blue Moon“. Fotos: Klaus Böttcher

Neustadt. Große Begeisterung herrschte unter den Zuhörern in der voll besetzten evangelischen Kirche schon während des zwei Stunden dauernden Konzertes. Am Ende gab es nicht nur tobenden Beifall, sondern man hörte aus den Gesprächen der Zuhörer wie begeistert sie von den mitwirkenden Künstlern waren. Bürgermeister Thomas Groll brachte es bei seinem Schlusswort auf den Punkt: „Wir sind eine musikalische Stadt.“

Nachdem Wilfried Tschuppik mit einem Orgelstück den Abend eröffnet hatte stellte die Hausherrin, Pfarrerin Kerstin Kandziora fest. „In Neustadt ist erst Neujahr beim Neujahrskonzert.“ Sie freute sich darüber, dass die Kirche so voll war wie es sonst nur am Heiligen Abend der Fall ist. Dann zeigten Gruppen, Chöre und viele Einzelsolisten ihr Können und die begeisterten Zuhörer erlebten immer noch eine Steigerung. Viele von ihnen wussten bis dahin auch nicht, welch gute Sängerinnen und Sänger sowie Instrumentalisten in den Mauern ihrer Stadt leben. Die großartigen Auftritte waren auch beim gemütlichen Teil im Gemeindesaal ein Gesprächsthema und immer wieder gab es lobende Worte für die Zusammenstellung des Konzertes, was Karl-Joseph Lemmer erneut hervorragend gelungen war. „Von guten Mächten wunderbar umgeben“, sang der evangelische Kirchenchor und es hallte wunderbar durch die Kirche. Christiane Krapp und ihre „Flötentöne“ begeisterten mit Flöten und Gesang unter anderen mit „Blue Moon“. Wilfred Sohn begleitete am Klavier nicht nur die „Flötentöne“, sondern auch einige der Solisten.

Die „Neustädter Turmbläser“ ließen bei ihren Auftritten fast die Kirche erbeben, wobei die vier Bläser selbst ganz schön außer Puste kamen. So beispielsweise bei Wolfgang Amadeus Mozarts Stück „Rondo Allegro“.

Ansonsten bestritten Gesangs- und Musiksolisten den Abend und freuten sich über den Riesenbeifall. Darunter waren Ursula Lembach und Christof Jarkow , die mit großer Fingerfertigkeit und sehr viel Gefühl jeweils ihr Akkordeon bearbeiteten.

Die Gesangssolisten überzeugten mit ihren Klassestimmen. So Wolfgang Goldner, der auch den Kirchenchor leitet, Simone Taschner, die bei den „Flötentönen“ Gitarre spielt oder Christel Losekam mit dem berührenden „Ich bete an die Macht der Liebe“. Elke Ludwig sang zwei selbstverfasste Lieder. Eins, „Ich halte fest an dir“, hatte sie ihrer dementen Oma gewidmet.

Daniela Höhn und Tobias Lotter überzeugten im Gesangsduett, wobei sie von Wilfried Tschuppik am Klavier begleitet wurden. Er spielte ferner auch die Orgel.

Antonio Köhler, der amtierende Junker Hans, sang mit Ricarda Hill zusammen im Duett das „Vivo per Lei“ mit wunderbaren Stimmen. Das großartige Neujahrskonzert endete mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Der Mond ist aufgegangen“, wobei Orgel und Turmbläser begleiteten.

von Klaus Böttcher

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