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Pfarrer freut sich über besonderen Tag

Kirche und Musik Pfarrer freut sich über besonderen Tag

Als der letzte Ton der "Nussknacker Suite" von Tschaikowski in der Brachter Kirche verklungen war, kannte die Begeisterung keine Grenze mehr und das Publikum feierte den örtlichen Posaunenchor.

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Der Posaunenchor und Nina Quentin (eingeklinkt) begeisterten ihre Zuhörer.Fotos: Alfons Wieber

Bracht. Ein musikalisches Adventskonzert der besonderen Güteklasse bekamen die Freunde konzertanter Blasmusik in der voll besetzten Brachter Kirche serviert. Der Posaunenchor unter der Leitung von Karsten Dittmar bot einmal mehr Musik auf höchstem Niveau und lud auch zum Mitsingen ein.

Der Platz vor dem Altar schien fast zu klein, um die knapp vierzig Musiker aufzunehmen, die federleicht und voller Spannung mit „Hallelujah from the Messiah“ von Georg Friedrich Händel das Konzert eröffneten.

„Für uns ist es ein besonderer Tag, wenn der Posaunenchor den Gottesdienst mit seiner so schönen, großartigen Musik mitgestaltet“, sagte Pfarrer Dierk Brüning anschließend und freute sich über die voll besetzten Kirchenbänke. Um die Stimmung und die durch die Musik aufgebaute Spannung nicht zu zerstören, bat er alle Zuhörer mit dem Applaus bis zu Ende des Konzertes zu warten.

Während des musikalischen Adventsgottesdienstes stand insbesondere Johannes der Täufer im Vordergrund. Brüning erinnerte an das Wirken des Vorläufers und Wegbereiters Jesu. Ein Höhepunkt war der Auftritt von Sängerin Nina Quentin. Gemeinsam mit dem Posaunenchor begeisterte sie mit der romantischen Ode an die Liebe „You raise me up“. Beeindruckt lauschte das Publikum der Sängerin, deren Stimme von der Kanzel erklang.

Nach dem Lied „The River“ spendete das ergriffene Publikum dann entgegen der vorherigen Aufforderung spontan Applaus - was aber auch den Pfarrer nicht störte. „Ihnen würde ich die Kanzel gerne öfter überlassen“ kommentierte er den gelungenen Auftritt.

Von der Empore erklangen die Stimmen des „Jungen Chors“ unter der Leitung von Udo Lauer mit dem Lied „Kleiner Trommeljunge“ und dem amerikanischen Spiritual „Go, tell it on the mountains“.

Zu einem der schönsten Lieder, die Leonard Cohen je geschrieben hat, zählt das oft gecoverte „Halleluja“, das der Posaunenchor zart und leicht zu Gehör brachte. Mit „Macht hoch die Tür“, „Wie soll ich dich empfangen und „Tochter Zion“ luden die Musiker im Verlauf des Abends stimmungsvoll zum Mitsingen ein.

Mit der vom Publikum geforderten Zugaben, einer weiteren anspruchsvollen Szene aus der Nussknacker-Suite, belegten die Musiker einmal ihre Weiterentwicklung, die sie unter dem Dirigat von Kasten Dittmar gemacht haben. Unter seiner Führung hat sich der Chor stetig weiter entwickelt und sein Instrumentenspektrum erweitert. Inzwischen sind ein kompletter Holzsatz mit Klarinetten und Saxophonen, eine Rhythmusgruppe mit Schlagzeug, Pauken und mehr sowie Solosänger integriert. Für den Herbst 2014 plant der Posaunenchor wieder ein großes Konzert in der Mehrzweckhalle.

von Alfons Wieber

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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