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Pfarrer Weber verspricht: „Hier bleibe ich“

Seit 25 jahren in Emsdorf Pfarrer Weber verspricht: „Hier bleibe ich“

Mit einem Dankamt und einem Empfang würdigte die Kirchengemeinde Pfarrer Peter Weber, der seit 25 Jahren Seelsorger der katholischen Kirchengemeinde Mariae Himmelfahrt ist.

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Angeführt von der Emsdorfer Blasmusik zogen Pfarrer Peter Weber und die Gemeinde zum Empfang, den die Gemeinde für den Jubilar im Gasthaus Kläs ausrichtete. Foto: Karin Waldhüter

Emsdorf. Hunderte Gläubige füllten am Sonntag die Emsdorfer Kirche, für einige Gottesdienstbesucher gab es nur noch Stehplätze, was das große Ansehen dokumentiert, das der Geistliche in und um Emsdorf genießt. Pfarrer Weber, geboren am 27. Juni 1950, wurde am 27. März 1983 zum Priester geweiht. Am 1. Oktober 1987 folgte die Ernennung zum neuen Seelsorger für die Katholische Gemeinde Mariae Himmelfahrt durch Erzbischof Dr. Johannes Dyba. Am 25. Oktober 1987 wurde er in die Kirchengemeinde eingeführt.

Überwältigt von den vielen Besuchern und überrascht, seine Geschwister in der Kirche zu sehen, zeigt sich Pfarrer Weber zu Beginn des Gottesdienstes, den er gemeinsam mit seinem langjährigen Wegbegleiter und Freund Pfarrer Wolfgang Hünnekens zelebriert. Und so kennt und schätzt man Pfarrer Weber, humorvoll erinnert er sich an die Zeit vor 25 Jahren zurück. Seinen Einführungsgottesdienst habe man damals mit Rücksicht auf die Emsdorfer Fußballer um eine halbe Stunde vorverlegt. Die zu der Zeit noch zwei Klassen höher angesiedelten SVE-Kicker hätten sich mit einem Sieg bedankt, berichtet der Fußballfan.

Das Evangelium vom blinden Bartholomäus stellt Weber in den Mittelpunkt seiner Predigt, geht dann aber doch auf sein Jubiläum, das er eigentlich nicht an die „große Glocke“ hängen wolle, ein. Als einmal eine Personalentscheidung anstand, habe sein Namenspatron, der Heilige Petrus, ihm bei der Entscheidung in Emsdorf zu bleiben geholfen, verrät er. „Ich fühle mich wohl hier und hier bleibe ich, ich habe hier viel Freude erlebt und so manches mit getragen“, sagt Weber.

Musikalisch tragen der MGV Emsdorf, der Frauensingkreis und die „Credo-Credo Boys“ mit ihren Darbietungen dazu bei, den Gottesdienst zu einem besonders feierlichen Ereignis zu machen. Stellvertretend für die Lektoren dankt Reinhild Kaufmann dem Pfarrer und Otti Garg von der Katholischen Frauengemeinschaft findet ergreifende Worte, die von den Gläubigen mit einem gehörigen Applaus bestätigt werden. „Wissen sie eigentlich, wie wichtig es ist, dass Sie einfach da sind, wie gut es tut, Sie zu sehen und wie tröstlich Ihr Lächeln wirkt“, sagt sie und fährt fort: „Wissen Sie eigentlich, wie viel ärmer wir ohne Sie wären und dass Sie für uns ein Geschenk des Himmels sind“, so Garg.

Mit einer Statistik der vergangenen 25 Jahre wartet Matthias Fischer für Verwaltungsrat und Pfarrgemeinderat auf. Demnach fielen in diese Zeit 342 Taufen, 194 Hochzeiten und 352 Kinder führte Weber zur Erstkommunion.

Eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit attestiert Ortsvorsteher Winfried Kläs im Namen des Ortsbeirats. „Schnell hat sich herausgestellt sie sind der richtige Mann“, sagt Kläs. Vor der Kirche erwartet die Emsdorfer Blasmusik den 62-Jährigen und gemeinsam mit rund 250 Gläubigen geht Der Pfarrer dann zum Feiern ins nahe Gasthaus Kläs.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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