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Parteien verzichten auf Kandidaten

Wohratal Parteien verzichten auf Kandidaten

In Wohratal steht bisher einzig der Amtsinhaber als Bewerber fest. Möglicherweise kommt es in der kleinsten Gemeinde des Kreises zum zweiten Male zu keinem großen Wahlkampf.

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Wohratals Bürgermeister ist bisher der einzige Kandidat für die Wahl am 7. Oktober. Ein Gegenkanidat zeichnet sich nicht ab.

Quelle: Archivfoto

Wohratal. Am 7. Oktober wählen gleich zwei Ostkreis-Kommunen ihre Bürgermeister. Während in Rauschenberg schon klar ist, dass die Wähler dort vor einer Kandidatenauswahl stehen, verhält es sich in Wohratal bisher anders.

Einzig Bürgermeister Peter Hartmann (parteilos) hat bisher erklärt, dass er sich um eine dritte Amtszeit als Gemeindeoberhaupt bewerben wird. Vieles deutet derzeit darauf hin, dass er erneut der einzige Kandidat bei der Wohrataler Bürgermeisterwahl sein könnte.

Die Stellungnahmen von SPD und CDU fallen bei der Frage nach einem eigenen Kandidaten deutlich aus: "Wir werden mit Sicherheit keinen eigenen Kandidaten aufstellen", erklärt Klaus-Dieter Engel, Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokraten. Es gäbe seitens der SPD keine massive Kritik an Hartmann, die einen eigenen Kandidaten nötig mache.

Noch positiver formuliert es Dr. Gerhard Willmund, Fraktionsvorsitzender der CDU. "Mit Bürgermeister Peter Hartmann haben wir eine gute Lösung. Deshalb stellt sich diese Frage aus Sicht der CDU nicht." Erstmals sitzt seit der Kommunalwahl vor einem Jahr die Offene Liste Wohratal (OLW) im Gemeindeparlament. Doch dort gibt es aktuell ebenfalls keine Debatte über einen eigenen Bürgermeisterkandidaten, entgegen von zeitweise kursierenden Gerüchten.

"Im Moment zeichnet sich kein eigener Kandidat ab", betont Harald Homberger, Fraktionsvorsitzender der OLW. Mit Wahlempfehlungen an die Wohrataler halten sich aber alle drei Befragten zurück. "Das müssen wir noch in Ruhe diskutieren", sagt Homberger. Bei der SPD steht eine solche Festlegung ebenso noch aus. Bei den Bürgern für Wohratal (BfW) kommt auf die Frage nach einem Bürgermeisterkandidaten ein klares "Nein" aus dem Mund von Gemeindevertreter Heiko Dawedeit.

"Grundsätzlich kann man mit der Verwaltungsarbeit unseres Bürgermeisters zufrieden sein", sagt er. Auch bei den BfW gibt es noch keine Aussage zu einer Wahlempfehlung.

Bei seiner ersten Wahl im Jahr 2000 hatten CDU und SPD Hartmann gemeinsam auf den Kandidatenschild gehoben. Hartmann hat in den vergangenen zwölf Jahren allerdings stets seine Unabhängigkeit von Parteien und Fraktionen betont.

Bei der Wahl vor sechs Jahren war Peter Hartmann schon einmal einziger Bewerber für das Bürgermeisteramt. Am 1. Oktober 2006 holte Hartmann 85 Prozent der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von immerhin 55 Prozent.

Allerdings gibt es noch reichlich Zeit, in der sich ein unabhängiger Kandidat in Wohratal melden könnte. Bis zum 66. Tag vor der Wahl können Vorschläge eingereicht werden. Kandidaten, die unabhängig von einer im Gemeindeparlament vertretenen Partei oder Wählergemeinschaft antreten, benötigen in Wohratal 30 Unterstützungs-Unterschriften. Bürgermeister Peter Hartmann wird sie ebenfalls sammeln und mit den üblichen Unterlagen vorlegen.

"Ich freue mich natürlich, wenn ich das Vertrauen aller im Gemeindeparlament sitzenden Fraktionen zu genießen scheine", erklärte er auf Anfrage diese Zeitung.

von Michael Rinde

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