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Parlament will sanieren und prüfen

Hallenbad Stadtallendorf Parlament will sanieren und prüfen

Stadtallendorf nimmt den Förderbescheid des Landes für eine Sanierung des Hallenbades an. Damit sind der Stadt 1,3 Millionen Euro zunächst sicher.

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Ein Schwimmer zieht seine Bahnen im Stadtallendorfer Hallenbad. Er schwimmt in Richtung des Eltern-Kind-Bereichs, der bei einer Sanierung erweitert wird.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Es kam wie erwartet: Stadtallendorfs Stadtparlament geht den vom neuen Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) angeregten Weg mit. Einstimmig beschlossen die Parlamentarier, sich auf eine Sanierung des Hallenbades in Stadtmitte festzulegen. Sie erfolgt in einem Bauabschnitt (siehe Infokasten). Damit scheint ein kompletter Bad-Neubau am Freibadgelände ganz vom Tisch.

Zugleich sichert sich die Stadt damit das vom Land zugesagte Fördergeld in Höhe von 1,3 Millionen Euro. Der Stadt waren nur noch wenige Tage geblieben, um diesen Förderbescheid aus dem Programm „HAI“ anzunehmen.

Doch gleichzeitig prüft das Ingenieurbüro, dass sämtliche Varianten zur Zukunft des Hallenbades erstellte, die angekündigte weitere Möglichkeit: den Bau eines Allwetterbades auf dem Becken des Freibades. Dazu entstünden dort Glaswände und ein verschiebbares Glasdach.

Zwar entschieden sich alle Fraktionen dafür, sich auf diese Lösung einzulassen. Doch die vorhergehende Debatte ließ durchaus deutliche Unterschiede in den Einschätzungen erkennen. CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Klenner bezog klar für eine Sanierung Position. Der jetzige Badstandort sei ein Trumpf, der nicht aus der Hand gegeben werden dürfe. Neben wirtschaftlichen Gründen, also den Kosten eines Neubaues, habe auch das Votum der Schwimmabteilung des TSV Eintracht Gewicht für die CDU.

Allwetterbad-Prüfung ist an Kriterien geknüpft

Seitens der Schwimmabteilung hatte sich Trainer Wolfgang Schüddemage für die Sanierung stark gemacht. Gleichwohl will auch die CDU alle Möglichkeiten geprüft haben. Alle Fraktionen verabschiedeten eine Protokollnotiz zur Allwetterbad-Prüfung. Demnach muss die Verwaltung dabei die Frage nach der Vereinbarkeit mit dem Förderbescheid, die qualitative Vergleichbarkeit und den Kostenrahmen klären - und das vor der nächsten Sitzung des Stadtparlaments am 3. Mai. Winand Koch (FDP wies bei der Erörterung dieser Frage grundsätzlich auf die Finanzlage der Stadt hin und auf das aktuelle Einzelhandelsgutachten. Darin ist das Hallenbad samt Gemeinschaftszentrum klar als der besten Standort für weitere Markt-Neubauten ausgewiesen.

Für Manfred Thierau (Republikaner) ist die Entscheidung für eine Sanierung deshalb mit „erheblichen Bauchschmerzen“ verbunden. Durch die Tatsache , dass die Stadt Fördergelder lediglich für eine Sanierung beantragt habe, „fühle ich mich regelrecht genötigt.“ Außerdem kritisierte Thierau mangelnde Transparenz der Verwaltung bei der Entscheidungsfindung. Dem widersprach Somogyi: „Die Vorlage, die die Verwaltung erstellt hat, ist hervorragend,“ Sie war Anfang Januar entstanden, die Entscheidung über die Zukunft des Bades wurde allerdings auf die März-Sitzung verschoben.

Auch Michael Feldpausch (Bündnis 90/ Grüne) fühlte sich zur jetzigen Sanierungsvariante „rein gefühlsmäßig hingeführt“.

Werner Hesse (SPD) erinnerte die Parlamentarier daran, dass Stadtallendorf in der glücklichen Lage sei, überhaupt ein Bad zu erhalten. Gleichzeitig verdeutlichte der Sozialdemokrat aber auch, dass es jetzt um eine Standortentscheidung gehe, die Folgen für Jahrzehnte habe. Auch deshalb war es ihm wichtig, dass nunmehr auch noch die Allwetterbad-Variante geprüft und zumindest diskutiert wird.

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