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Ostkreis Rauschenberg will in Verwaltungsverbund
Landkreis Ostkreis Rauschenberg will in Verwaltungsverbund
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00:53 24.12.2018
Vom Rauschenberger Rathausturm bieten sich interessante Perspektiven – auch in Richtung Kirchhain, wo die Idee zu einer großen interkommunalen Zusammenarbeit mit Kirchhain, Stadtallendorf und Neustadt geboren wurde. Quelle: Matthias Mayer
Rauschenberg

Das teilte Bürgermeister Michael Emmerich am Montagabend während der Stadtverordnetenversammlung im Lindenhof mit. Ursprünglich hatte die Stadt einen Gemeindeverwaltungsverbund mit der Gemeinde Wohratal bilden wollen. Das Vorhaben scheiterte an einem Bürgerentscheid. Der Bürgermeister hatte später gegenüber dieser Zeitung erklärt, dass es einen zweiten Versuch zur Bildung einer solchen Kooperation mit Wohratal nicht geben wird.

Unterdessen werden offenbar die Leitungen zwischen den Rathäusern Rauschenberg und Wohratal gekappt. Die Stadt Rauschenberg hat mit Schreiben vom 4. Dezember die Zusammenarbeit der beiden Standesämter zum 31. Dezember 2018 aufgekündigt. Das teilte Wohratals Bürgermeister Peter Hartmann am Dienstagabend während der Sitzung der Gemeindevertretung in Wohra mit. Bürgermeister Michael Emmerich habe das mit fehlender Perspektive begründet, sagte Peter Hartmann. Die Büroleiterin der Rauschenberger Stadtverwaltung habe zuletzt die Wohrataler Haushalte in die korrekte Form gebracht. Auch das werde es künftig nicht mehr geben.

Erstes Treffen der Verwaltungen im Januar geplant

Nach OP-Informationen lief Michael Emmerich bei seinen Amtskollegen Christian Somogyi (Stadtallendorf), Olaf Hausmann (Kirchhain) und Thomas Groll (Neustadt) offene Türen ein. Die drei Bürgermeister hatten sich zuvor auf ein erstes Treffen der Verwaltungen im Januar verständigt. Danach sollen die Parlamente stets zeitnah über die einzelnen Schritte informiert werden, wie diese Zeitung berichtete.

Michael Emmerich hatte sich in Sachen interkommunale Zusammenarbeit zunächst an den Kirchhainer Bürgermeister Olaf Hausmann gewandt und von diesem vom großen Projekt der drei großen Städte erfahren, so sein Bericht. „Eine Anfrage der Stadt Rauschenberg wurde positiv beschieden, sodass wir ab 2019 gemeinsam mit den anderen drei Städten eine interkommunale Zusammenarbeit prüfen“, erklärte der Bürgermeister und stellte klar: „Die politischen Gremien werden rechtzeitig in die Ergebnisse eingebunden, um dann entscheiden zu können, in welcher Form eine nähere Zusammenarbeit erfolgen soll.“

Der Bürgermeister hatte zuvor den Begriff „Gemeindeverwaltungsverband“ in den Mund genommen, ohne diesen als Ziel zu benennen. Bei seinem Gespräch mit Olaf Hausmann habe sich herausgestellt, „dass die Städte Kirchhain, Stadtallendorf und Neustadt in 2019 mit der Prüfung einer Zusammenarbeit im Rahmen eines Gemeindeverwaltungsverbandes beginnen werden“, sagte der Bürgermeister. Der wurde an diesem Abend einstimmig von den Stadtverordneten im Amt bestätigt, indem sie die Gültigkeit der Direktwahl beschlossen.

von Matthias Mayer