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Ostkreis Ostermarkt bringt den Frühling in die Papiermühle
Landkreis Ostkreis Ostermarkt bringt den Frühling in die Papiermühle
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17:26 11.04.2017
Elfriede Birk (linkes Bild, von links), Ena Messik und Josephine Bollmann färbten Eier und banden Kränze. Foto: Klaus Böttcher
Kirchhain

Es sind nicht nur die Eier, die in ihrer Vielfalt die Besucher faszinieren, sondern allein schon die liebevolle Gestaltung des Marktes. Passend zur Osterzeit ist die Papiermühle mit traditionellen Palmstöcken geschmückt. Im Eingangsbereich geht es direkt um das Thema: „Nach grüner Farb‘ mein Herz verlangt in dieser trüben Zeit.“ Das ist ein Auszug aus einem alten Winterlied aus dem Jahr 1610.

Tatsächlich wird der ankommende Besucher durch den grün geschmückten Eingangsbereich auf den Frühling eingestimmt, wozu nicht zuletzt die Kalligrafien von Irmgard Bott beitragen. Texte von Hildegard von Bingen thematisieren zudem die grüne Kraft der Kräuter.

Bei dem gewählten Thema geht es auch um Umweltbedingungen und die Gefährdung von Pflanzen. In einem kurzen Film von Dieter Gaissmeier aus Illertissen wird das Verschwinden von Blumen und Pflanzen rund um die Wohnhäuser angeprangert - und stimmt manch einen Besucher recht nachdenklich.

Inmitten der Räumlichkeiten in der Papiermühle genießen viele Besucher Kaffee und Kuchen, während neben dem bullernden Ofen Maria Becker aus Mardorf Eier in der Wachsbatiktechnik verziert. Ein Stück weiter stehen drei Frauen inmitten herrlicher Grünverzierung. Elfriede Birk wirkt, als rühre sie in einer Suppe. Tatsächlich aber färbt sie in dem Topf Eier mit Farben, die aus Kräutern gewonnen wurden. Neben ihr stehen ihre Schwester Ena Messik und Josephine Bollmann, die damit beschäftigt sind, Kränze zu binden. Zu bewundern sind viele bunte Eier, die in den unterschiedlichsten Techniken bemalt oder verziert sind, in der oberhessischen Wachsbatiktechnik, der Mehrfachbatik aus Rumänien oder der Variante aus dem Hinterland. Mit dem Begriff „Hinterländer Eier“ verbindet der fachkundige Besucher eine spezielle Färbetechnik aus dem hessischen Hinterland, ein Gebiet zwischen Dillenburg, Gladenbach, Wallau und Marburg. Früher färbten die Menschen die Eier mit Blauholz und anderen exotischen Hölzern, heute in abgewandelter Form mit heimischen Früchten und Kräutern wie Stockrose, Walnuss, Goldrute, Zwiebelschale oder auch Koschnille, dem Panzer der Schildlaus.

von Klaus Böttcher

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