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Ortsvorsteher bangt um Zukunft der Dorfschulen

Schulentwicklung Ortsvorsteher bangt um Zukunft der Dorfschulen

Die Zukunft der Grundschule Speckswinkel und Mengsberg / Momberg ist nach Annahme von Bürgermeister Thomas Groll nicht in Gefahr.

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Gute Laune herrschte an der Grundschule Speckswinkel im Unterricht der Klasse 3 / 4 bei Pfarrer Til Follmann.

Quelle: Lerchbacher

Speckswinkel. Karl Stehl, Stadtverordneter der CDU und Ortsvorsteher von Speckswinkel, hatte mit seiner Fraktion einen Antrag gestellt, dass sich der Magistrat „im Vorfeld der anstehenden Fortschreibung des Schulentwicklungsplans für eine Sicherung der Grundschulstandorte Mengsberg / Momberg und Speckswinkel“ einsetzt. Hintergrund seien der demografische Wandel und Leerstände in den Dorfkernen, denen die Stadt zum Beispiel durch Förderprogramme entgegenwirke.

„Was nützt das alles, wenn wir letztendlich auf halbem Wege stehen bleiben und die Dinge vernachlässigen, die das Leben in den Dörfern attraktiv machen“, sagte Stehl und ergänzte: „Dazu gehört notwendigerweise auch ein Mindestmaß an Infrastruktur.“ Markus Morr, der Sprecher des Kreises, erläuterte, der Schulentwicklungsplan habe noch Gültigkeit. „Im Laufe des Jahres müssen wir entscheiden, ob wir ihn fortschreiben – das passiert, wenn keine größeren Veränderungen anstehen – oder ihn neu schreiben. Dann müssen wir alle Grundschulen betrachten.“ Beim Kreis gibt es mithin noch keine konkreten Überlegungen zu einzelnen Schulen.

Bürgermeister Thomas Groll hatte sich nach dem Antrag der CDU ebenfalls über das Thema schlau gemacht. Er geht nach Analyse der Schülerzahlen davon aus, dass die Zukunft der Schulen in den Ortsteilen nicht gefährdet ist. „Ich habe keine Anzeichen für eine Veränderung festgestellt.“ In Mengsberg werden in den kommenden Schuljahren 15, 22, 15, 16, 13 und im Jahr 2015 gar 28 Kinder eingeschult. In Speckswinkel läuft es darauf hinaus, dass die Schülerzahl in den nächsten Jahren von derzeit 26 auf 13 im Jahr 2014 / 2015 sinkt, dann aber wieder auf 16 steigt. „Selbst wenn, kurzfristig gesehen, die Schülerzahl einmal nicht den Vorgaben entspricht, sollte man diese Zeit überbrücken, bis Förderprogramme und Entwicklungspläne wirksam werden“, kommentierte Stehl.

von Florian Lerchbacher

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