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Ortsbeirat findet keine Position zur Jugendpflege

Jugendpflege Ortsbeirat findet keine Position zur Jugendpflege

Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg wirbt für die Einrichtung einer Jugendpflege mit Hilfe eines freien Trägers.

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Kanutouren organisiert der bsj in Neustadt. Die Stadt Amöneburg holt möglicherweise auch einen Trägerverein. Archivfoto

Erfurtshausen. Die Amöneburger Stadtverordneten hatten das Thema Jugendpflege zur weiteren Beratung in den Haupt-und Finanzausschuss überwiesen. Zusätzlich sollte ein Meinungsbild der Ortsbeiräte eingeholt werden. Außerdem wird der Haupt- und Finanzausschuss zu seiner nächsten Sitzung einen Vertreter vom „bsj“ einladen. Die Abkürzung bsj steht für Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit, der in Marburg ansässig ist. Neben dem bsj-Vertreter wird der Bürgermeister der Stadt Neustadt kommen und von seinen Erfahrungen mit dem bsj in der Jugendarbeit berichten.

Amöneburgs Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg räumte zunächst mit dem Vorurteil auf, dass eine Stelle für die Jugendpflege geschaffen werden solle. „Es geht darum eine strukturierte Jugendarbeit im ganzen Stadtgebiet zu etablieren“, erklärte er. Er stellte die Wichtigkeit der Jugendarbeit gerade in der ländlichen Region heraus, da es nicht so viele Möglichkeiten zur Freizeitbeschäftigung gebe. In Erfurtshausen ist ein neuer Jugendraum gebaut worden. In den anderen Stadtteilen gebe es mehr oder weniger gute Jugendräume. Es gehe auch nicht darum, die Jugendlichen zu beaufsichtigen, sondern es solle mehr Programm und das eventuell auch für Jüngere, zum Beispiel ab 13 Jahren geboten werden. Dazu benötige die Stadt Leute, die anleiten könnten. Er befürworte eine Kooperation mit einem freien Träger wie dem bsj, statt der Schaffung einer festen Stelle. Man habe dabei andere Möglichkeiten und sei nicht auf Dauer fest gebunden. „Es ist wichtig, dass eine Jugendpflege etabliert wird“, warb der Bürgermeister für das Projekt.

Ortsbeiratsmitglieder fragten nach den Kosten und dem Bedarf. Die Kosten seien denen einer halben Stelle vergleichbar, entgegnete Richter-Plettenberg. Es komme wohl ein fünfstelliger Betrag zusammen. Richter-Plettenberg betonte noch einmal, dass er vor allem Bedarf für neue Angebote an Jugendliche sehe. Dabei bedauerte es Richter-Plettenberg, dass der Kinder- und Jugendbeirat keine Empfehlung abgegeben habe.

Der Ortsbeirat hatte Mario Dippel von der Erfurtshäuser Jugend eingeladen, der auch die Jugendleiter-Card besitzt. Er erläuterte, dass in Erfurtshausen bereits einiges in Sachen Jugendarbeit geschehe, wie zum Beispiel das Osterbasteln. So etwas könne auch vor Weihnachten stattfinden. „Ob wir einen Menschen vom bsj brauchen weiß ich nicht“, sagte er. Der Ortsbeirat gab keine Empfehlung zum Thema ab.

von Klaus Böttcher

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