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Ortsbeiräte pochen auf Veränderungen

Bürgerhäuser in Stadtallendorf Ortsbeiräte pochen auf Veränderungen

Im November fiel die Parlamentsentscheidung, die Mietordnung für Bürgerhäuser zu verändern. Doch eine Lösung für flexiblere Öffnungszeiten und Gebührenanpassungen gibt es noch nicht.

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Auch Erksdorfs Ortsbeirat hofft auf Änderungen bei den Ferien-Öffnungszeiten. Archivfoto

Stadtallendorf. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus Ortsvorstehern, dem Eigenbetrieb Dienstleistungen und Immobilien (DuI) und mit Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) soll nunmehr eine Lösung für einen Auftrag des Stadtparlaments vom 3. November 2011 finden: hin zu flexibleren Öffnungszeiten der Bürgerhäuser insbesondere in den Ferien und mit nutzerfreundlicheren Gebühren.

Von DuI gab es im Februar zumindest einen ersten Vorschlag für die Öffnung von Bürgerhäusern in den Ferien an die Ortsbeiräte. Der sah vor, dass Vereinsvertreter in den Ferien Hausmeister-Tätigkeiten nach entsprechender Einweisung übernehmen sollten, um Bürgerhäuser bei Bedarf zu nutzen. Aktuell ist es in den Ferien so, dass jeweils ein Bürgerhaus der nördlichen und der südlichen Stadtteile geöffnet bleibt. Drei andere bleiben in diesen sechs Wochen dicht. Das gilt seit 2004. Der DuI-Vorschlag stieß auch im Erksdorfer Ortsbeirat am Montagabend auf keinerlei Gegenliebe. Vom Erksdorfer Ortsbeirat bekommen Bürgermeister Somogyi und DuI in den nächsten Tagen nun ebenfalls einen ablehnenden Brief. Den Text haben die fünf Ortsvorsteher gemeinsam entworfen, die anderen Ortsbeiräte hatten die DuI-Idee bereits abgelehnt. Von „unerfüllbaren Bedingungen für die Vereine“ sprach Erksdorfs Ortsvorsteher Helmut Schütz. Auch bei der CDU-Fraktion im Stadtparlament kam der DuI vorschlag offenbar nicht gut an. Dies berichtete Ilona Schaub, Stadtverordnete und Ortsbeiratsmitglied während der Ortsbeiratssitzung.

Noch gar keine Vorschläge gibt es zu der Frage, wie die Bürgerhaus-Gebühren angepasst werden könnten. Von Senkung will auch Bürgermeister Somogyi nicht unbedingt sprechen. Er sieht aber Handlungsbedarf speziell für die Vereine. Von veränderten Gebühren und besseren Öffnungszeiten erhofft sich Somogyi letztlich auch einen höheren Kostendeckungsgrad. Der lag im Jahr 2010 zwischen 3 und 20 Prozent bei Gemeinschaftseinrichtungen.

Doch bis zu den am 1. Juli beginnenden Sommerferien wird sich wohl nichts verändern. „Ich möchte jetzt keine Lösung durchpeitschen oder verordnen“, sagt Somogyi auf Anfrage dieser Zeitung.

Zunächst müssten die unterschiedlichen Interessen in der Arbeitsgruppe auf einen Nenner gebracht werden. Auch versicherungstechnische und rechtliche Fragen müssten bei Öffnungszeiten-Verlängerung beachtet werden.

von Michael Rinde

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