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Ostkreis Opfer fühlt sich heute noch beschmutzt
Landkreis Ostkreis Opfer fühlt sich heute noch beschmutzt
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20:01 28.02.2012
Nicht selten bleiben Kinder, die Opfer von sexuellen Übergriffen geworden sind, ein Leben lang traumatisiert. Vor dem Amtsgericht Kirchhain wurde nun ein weiterer Fall verhandelt. Quelle: Archivfoto

Kirchhain. Der Ärger über das Verhalten des Angeklagten war Rechtsanwältin Seda Basay deutlich anzumerken. Als juristische Vertretung der Nebenklägerin hatte sie bis zuletzt versucht, eine öffentliche Aussage ihrer Mandantin zu vermeiden.

Da der 46-Jährige jedoch den ihm zur Last gelegten sexuellen Übergriff vehement bestritt, kam auch das Amtsgericht Kirchhain nicht umhin, die heute 16-Jährige zum Tathergang zu befragen. „Natürlich geht es uns in erster Linie um das Wohl der Zeugin, aber für das Verfahren ist ihre Aussage nun leider doch notwendig.

Zudem benötigen  wir eine Gegenüberstellung, um sicherzustellen, dass es sich wirklich um die besagte Person handelt“, erklärte der vorsitzende Richter Joachim Filmer. Zuvor hatte der angeklagte Produktionshelfer geäußert, er kenne das Mädchen gar nicht und wisse auch nicht warum er nun vor Gericht gestellt werde.

Der zu verhandelnde Vorfall ereignete sich im Spätsommer des Jahres 2008  – damals war das Opfer erst 13 Jahre alt. Im Zeugenstand berichtete die Schülerin dann von  den ersten Begegnungen mit dem Angeklagten in Stadtallendorf, wo beide ihren Wohnsitz haben. Er habe zunächst immer nett auf der Straße gegrüßt, dann sei er ihr aber nach einem zufälligen Aufeinandertreffen hinterher gegangen und habe sie im Keller ihres Hauses ein erstes Mal bedrängt.  

von Dennis Siepmann

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