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Nur noch ein Bus kreist in Stadtallendorf

Neuer Fahrplan Nur noch ein Bus kreist in Stadtallendorf

Spätestens am Sonntag sollten sich Busnutzer intensiv mit dem Fahrplan beschäftigen. Stadtallendorfs Stadtbussystem steht nach acht Jahren wieder vor einer Umstellung.

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Stadtallendorf. Ab Sonntag, 15. Dezember, kommt es auch in Stadtallendorf zu einer großen Fahrplanänderung. Damit wird das umgesetzt, was das Stadtparlament im vergangenen Jahr beschlossen hat (die OP berichtete mehrfach): Das Angebot wird mangels Nachfrage und angesichts steigender Kosten „angepasst“, sprich zurückgefahren. „Hätten wir das Angebot so wie bisher belassen, so hätte das die Stadt einen hohen sechsstelligen Betrag gekostet“, betont Hubertus Müller, Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung. Der Stadtbusverkehr ist in das Angebot des Regionalen Nahverkehrsverbandes (RNV) des Landkreises und dort in dessen „Linienbündel Nordost“ integriert.

Was ändert sich grundsätzlich? Statt bisher vier bis fünf Fahrzeugen fährt in der Kernstadt nur noch eines in einem Rundverkehr. Erhalten bleiben dabei aber die gewohnten Linienbezeichnungen 90, 91 und 92.

Abfahrzeiten

Trotzdem gibt es erhebliche Veränderungen bei den Abfahrzeiten der Busse, die enge Verzahnung zwischen Bus- und Bahnfahrzeiten ist nicht mehr so gegeben wie bisher. Prinzipiell bleibt es innerhalb der Kernstadt bei den Linien 91 und 92 bei einem 60-Minuten-Takt. „Er kann aber nicht überall auf die Minute genau eingehalten werden. Deshalb ist es wichtig, dass sich die Fahrgäste informieren“, erläutert Hubertus Müller gegenüber der OP. ­Eine gravierendere Veränderung ergibt sich beim Neubaugebiet Kronäcker, bei dem zwei Haltestellen hinzukommen werden: im Asternweg und im Kiefernweg (siehe Grafik). Das ist der Tatsache geschuldet, dass das Neubaugebiet stetig gewachsen ist und künftig über die B454, die beiden neuen Haltestellen und den Kronackerring angefahren wird. Die Haltestellen Kronring und Kronackerstraße entfallen bei dem Fahrplanwechsel.

Änderungen gibt es auch bei einer gewohnten Haltestelle in der Hauptstraße, die wieder in den Scheibelweg verlegt wird. Besucher des Kernstadt-Friedhofs, die die Linie 90 aus dem Hatzbachtal nutzen, müssen sich neu orientieren. Dieser Bus fährt den Friedhof ab 15. Dezember nur noch alle zwei Stunden an. Über die Linien 91 und 92 ist der Friedhof aber auch über die Haltestellen Mittelstraße und Niederbettenstraße und danach zu Fuß erreichbar, so die Erläuterung der Stadt.

AST-Angebot als Hilfe

Seit einigen Tagen sind die Fahrpläne bereits im Internet einzusehen. Es gibt bereits erste Hinweise auf Probleme. Nach dem ursprünglichen Fahr­planentwurf hätten Zugfahrer, die mit dem Bus weiter nach Wolferode fahren wollen, bei einigen Terminen bis zu eindreiviertel Stunden auf ihren nächsten Bus warten müssen. Nach einem Hinweis aus Wolferode bietet der RNV zu den entsprechenden Zeiten anstelle eines Busses ein Anruf-Sammeltaxi (AST) an, das allerdings entsprechend vorbestellt werden muss. Nähere Hinweise gibt es auch auf den Fahrplänen oder der RNV-Internetseite.

Es wird möglicherweise nicht bei dieser einen Nachjustierung bleiben. Bis Ostern wollen Stadt und RNV Erfahrungen mit dem Fahrplan sammeln. „Dann können wir sicherlich an der ein oder anderen Stelle nachsteuern, wenn es nötig und möglich ist“, versichert Müller.

Fahrpläne und Service

Die neuen Fahrpläne werden während des Wochenendes ausgehängt. Außerdem sind sie im Rathaus erhältlich und sollen über die Ortsvorsteher, die Senioren-Begegnungsstätte, Altenwohnheime und in den Stadtbussen bereitgestellt werden.

  • Wer sich individuell informieren möchte, kann dies auch auf der Internetseite www.rnv.de. Außerdem gibt es bei Problemen durch den Fahrplanwechsel die Möglichkeit, sich beim RNV, Telefon 06421/405-1628 oder im Stadtallendorfer Rathaus, Telefon 06428/707-0 zu melden.

von Michael Rinde

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