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Ostkreis Nur bei Hitze fällt das Fasten schwerer
Landkreis Ostkreis Nur bei Hitze fällt das Fasten schwerer
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18:22 19.07.2012
Stadtallendorf

Die beiden Studenten sind voller Vorfreude auf den Beginn des Fastenmonats Ramadan. Vor ihnen liegt eine Herausforderung: 30 Tage lang werden sie wie 1,3 Milliarden Muslime auf der Welt zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang weder essen noch trinken. Rauchen oder Sex sind in dieser Zeit auch verboten. Beide sind sich einig: „Es sieht von außen schwieriger aus als es ist.“

Der Ramadan ist eine der fünf Säulen des Islams. „Es ist ein Weg, um Allah näherzukommen, um Gottes Wohlgefallen zu erlangen“, sagt Kadir Ardic. Fastende sollen lernen und spüren, wie es Menschen ohne Nahrung oder Wasser ergeht - und mitfühlen. Ardic und Özsoy gehören zur muslimischen Gemeinde der Fatih-Moschee im Wupperweg. Ardic studiert Betriebswirtschaftslehre in Mittelfranken, will aber demnächst an die Justus-Liebig-Universität nach Gießen wechseln. Sein Kumpel Serdar Özsoy studiert dort bereits auf Lehramt.

Für die beiden Muslime, 23 und 24 Jahre alt, verläuft ein Tag während des Fastenmonats Ramadan ganz anders. Sie essen vor dem Morgengebet in der Moschee eine Kleinigkeit. „So hat es der Prophet Mohammed auch gehalten“, begründet Özsoy. Es folgt das Morgengebet, am heutigen Freitag um 5.29 Uhr. Danach folgt je nachdem der Gang zur Arbeit, in die Schule oder die Uni. „Oder man legt sich noch einmal schlafen“, sagt Özsoy.

In diesem Jahr fällt der Ramadan in die Sommerwochen, in denen es normalerweise tagsüber heiß ist. Ja, an wirklichen Sommertagen sei das Fasten schon anstrengender, räumen sie beim Gespräch in der Moschee ein. Kadir Ardic hat das im vergangenen Jahr besonders extrem erlebt. Er befand sich während des Ramadans in Saudi Arabien auf einer eigenen Wallfahrt. Für ihn war es die Vorbereitung auf die große Hadsch, die Wallfahrt nach Mekka. Die kleine Hadsch geschieht freiwillig. Ardic hat sie gut bewältigt - und zahlreiche Eindrücke gewonnen, die ihn während des jetzigen Fastenmonats bestärken.

Können Muslime auf das Fasten verzichten, etwa, weil sie während des Tages schwere Arbeiten verrichten müssen? „Ein bisschen fasten geht nicht“, schränkt Özsoy ein. Wer nicht fasten kann, der holt diese Tage nach. An den Ramadan ist der Muslim lauf Özsoy nicht gebunden. Kadir Ardic verzichtete einmal einen Tag auf das Fasten während des Ramadans. „An dem Tag hat mir das Essen nicht geschmeckt“, erinnert er sich.

Der Ramadan ist für Muslime aus der Erfahrung der beiden Studenten heraus auch ein Gemeinschaftserlebnis. Die Gebete in der Moschee sind sehr gut besucht in dieser Zeit, auch die zu späterer Stunde.

Ist der Tag ohne Essen und Trinken zu Ende und die Sonne schließlich untergegangen, ist die Freude über „leckere Speisen und kühle Getränke“, umso größer bei Özsoy. Heute erfolgt das Fastenbrechen nach Sonnenuntergang, also gegen 21.34 Uhr. 80 Minuten später gibt es ein Nachtgebet. Beide Studenten haben unter ihren deutschen Freunden nur großes Interesse und Neugier am Ramadan erlebt. „Es gab keinen, dem das komisch vorkam, im Gegenteil“, fasst Özsoy zusammen.Claus Schäfer vom Büro für Integration des Kreises hat den Eindruck, dass die Fastenzeit der Muslime immer noch eher wenig wahrgenommen wird. „Wünschenswert wäre es, wenn wir offen und neugierig wären“, sagt er. Und es spreche auch nichts dagegen, einem fastenden Muslimen mal einen „gesegneten Ramadan“ zu wünschen.

von Michael Rinde

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