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Nun geht‘s an die Umsetzung

Silek Nun geht‘s an die Umsetzung

16 Projekte haben die Neustädter erarbeitet, um ihre Gemeinde weiterzuentwickeln. Nach der Planung steht nun die Umsetzung der verschiedenen Konzepte an.

Neustadt. Im Mai des vergangenen Jahres nahmen die Stadt Neustadt, zahlreiche Bürger, Vertreter verschiedener Kreis- und Landesbehörden und das Büro Grontmij die Arbeit an der Gestaltung des Silek-Konzeptes auf - Silek ist die Abkürzung für Schwerpunkt Integriertes ländliches Entwicklungskonzept (die OP berichtete mehrfach).

In Arbeitskreisen, Projektgruppen und der begleitenden Lenkungsgruppe wurden Projekte in den Themenfeldern „Agrarstruktur“, „Natur als Erholungsraum“ und „Regenerative Energien“ entwickelt. Daraus entstand ein 100 Seiten umfassendes Silek-Papier, das unter anderem die entwickelten 16 Projekte in Skizzen und auf Karten dargestellt.

Das Abschlusspapier übergab Beatrix Ollig vom Büro Grontmij aus Koblenz an Dr. Helmut Otto vom Landkreis und Alfred Heldmann vom Amt für Bodenmanagement. Laut Bürgermeister Thomas Groll gilt es nun, die einzelnen Projekte noch einmal für die anstehenden Haushaltsberatungen anzuschauen, denn erste Projekte will die Stadt bereits im kommenden Jahr umsetzen. Groll plant mit einem fünfstelligen Betrag, um zwei oder drei Projekte umzusetzen.

Der Bürgermeister verwies auf erste Erfolge wie die Streuobstwiese in Mengsberg und den Lehrpfad Windenergie. Zudem strebt er die Akquirierung von Fördermittel für die Gewässerrenaturierung an. „Das Silek-Papier kann ein wichtiger Baustein sein für die Anmeldung für das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen“, hob Groll hervor und ging kurz auf die Kosten des Silek-Prozesses in Höhe von 50000 Euro ein: 80 Prozent wurden gefördert, betonte er.

Beeindruckt zeigte sich Dr. Helmut Otto. „Ich bin positiv von der zielgerichteten Arbeit in den Arbeitkreisen und der Arbeit des Büros Grontmij beeindruckt. Es gab viele Ideen, und wir sind zu einem guten Ergebnis gekommen“, resümierte er. Das Projekt zeige Wirkung, bestätigten die Ortslandwirte aus Neustadt und Mengsberg, Peter Görge und Heinrich Hainmüller. Auf freiwilliger Basis sei viel geschehen, es seien zum Beispiel bereits Flächen getauscht worden.

Groll kündigte an, einmal im Jahr zu einem Treffen einzuladen, um alle diejenigen, die sich im Silek-Prozess eingebracht haben, weiterhin auf dem Laufenden zu halten.

von Karin Waldhüter

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