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Noch kein Herausforderer für Bürgermeister

Rauschenberg Noch kein Herausforderer für Bürgermeister

Der Magistrat hat sich zwar noch nicht mit der Angelegenheit befasst, aber 
Rauschenbergs Bürger­meister Michael Emmerich ist sicher, dass die Gremien die Bürgermeisterwahl auf den Tag der Landtagswahl legen werden.

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Die Symbolfigur der Rauschenberger Kunstausstellung steht im Amtszimmer von Michael Emmerich. Der Bürgermeister unterstützt, was der Lebensqualität in der Stadt dient.

Quelle: Matthias Mayer

Rauschenberg. Diese findet am 28. Oktober statt. Für den Christdemokraten sprechen nicht nur logistische, sondern auch finanzielle Gründe dafür, die Bürgermeisterwahl auf den Tag der Landtagswahl zu legen. Die Erfahrung lehrt, dass jede Wahl fünfstellige Kosten verschlingt.

Die Wahlkampfkosten könnten für die Bürgermeisterwahl übersichtlich ausfallen, denn eine OP-Umfrage unter den im Stadtparlament vertretenen Parteien FBL, SPD und Bündnis 90/Die Grünen ergab, dass diese Gruppierungen nicht beabsichtigen, eigene Bürgermeister-Kandidaten aufzustellen.

Die Rauschenberger CDU möchte dagegen ihren Bürgermeister Michael Emmerich für eine zweite Amtszeit nominieren, auch wenn das dafür erforderliche Votum der Mitgliederversammlung noch aussteht. Michael Emmerich bestätigte gegenüber dieser Zeitung, dass er für eine zweite Amtszeit zur Verfügung stehe. Die Wahl liege noch in weiter Ferne. Derzeit befasse er sich nur mit dem Tagesgeschäft, sagte der Bürgermeister.

Das sah vor sechs Jahren noch ganz anders aus. Um die Nachfolge des zuletzt parteilosen und nach drei Amtszeiten nicht mehr kandidierenden Bürgermeisters Manfred Barth (vormals SPD) bewarben sich der damalige Josbacher Ortsvorsteher und CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Emmerich, der damalige Stadtrat Michael Vaupel (Bündnis 90/Die Grünen) und der Kirchhainer Markus Heeb (SPD). Die Lokalmatadoren Michael Emmerich und Michael Vaupel schafften es in den zweiten Wahlgang, den Emmerich ganz knapp für sich entschied.

Die Freie Bürgerliste, die die größte Fraktion im Rauschenberger Stadtparlament stellt, wird keinen Bürgermeisterkandidaten stellen. Das sagte der Fraktionsvorsitzende Manfred Hampach dieser Zeitung. Die Wählergemeinschaft sehe in ihrem Kreis keinen Kandidaten. Da die FBL ihre Unabhängigkeit als ausschließlich Rauschenberg verpflichtete Wählergemeinschaft bewahren wolle, werde sie auch keinen externen Kandidaten unterstützen, sagte Manfred Hampach.

Ebenso wenig werde die FBL eine Wahlempfehlung für die Bürgermeisterwahl aussprechen, sagte der Fraktionsvorsitzende. Zugleich betonte er, das es zwischen Bürgermeister und FBL keinerlei Differenzen gibt: „Wir arbeiten konstruktiv zusammen – im Magistrat wie in der Stadtverordnetenversammlung.“

Die SPD lobt 
den Bürgermeister

Eindeutig legt sich die Rauschenberger SPD fest. „Michael Emmerich macht einen guten Job. Das wird uns von den Bürgern, von den Nachbarkommunen und schließlich auch vom Landkreis bestätigt.

Wir haben keinen Grund, einen Gegenkandidaten aufzustellen, erklärte der Erste Stadtrat und Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes Manfred Günther. Mit dieser Haltung geht der Vorstand in die Mitgliederversammlung, die zeitnah einberufen wird, so Manfred Günther. „Wir sind mit der Arbeit des Bürgermeisters zufrieden und die Zusammenarbeit im Magistrat funktioniert sehr gut“, ergänzte der stellvertretende Bürgermeister.

Vor sechs Jahren habe es wegen des Verzichts des Amtsinhabers auf eine vierte Wahlperiode für seine Partei eine ganz andere Situation gegeben. Markus Heeb habe gegen die etablierten Rauschenberger Kommunalpolitiker Michael Emmerich und Michael Vaupel ein respektables Ergebnis erzielt.

Helmut Badouin erwartet, dass es für die Wahl am 28. Oktober in Michael Emmerich nur einen Kandidaten gibt. „Von unseren aktiven Mandatsträgern wird niemand kandidieren“, sagte der Sprecher der Rauschenberger Bündnisgrünen, der sich dieses Amt mit dem Stadtverordneten und Rauschenberger Ortsvorsteher Michael Vaupel teilt. Grundsätzlich sei es möglich, dass ein Grüner aus dem Kreis in Rauschenberg kandidiere, aber den oder sie sehe er derzeit nicht.

Die Rolle seiner Partei in Magistrat und Stadtparlament sieht Helmut Badouin vom Verzicht auf einen eigenen Kandidaten unberührt: „Wir hangeln uns weiter an den Sachfragen entlang.“ Das ist in Rauschenberg, wo es keine Koalitionen und keine festgefügten Mehrheiten gibt, seit Jahren üblich.

Die Themen suchen sich hier ihre an der Sache und nicht an der Parteipolitik orientierten Mehrheiten. Für Helmut Badouin ist das ein gutes Zeichen für die ­Demokratie, das es auf unterer Ebene häufiger geben sollte. Jede Fraktion könne sich einbringen, niemand werde untergebuttert.

CDU: Michael Emmerich kam zur rechten Zeit

„Es dürfte kein Geheimnis sein, dass wir mit Michael Emmerich in die Bürgermeisterwahl gehen wollen, auch wenn die noch nicht terminierte Mitgliedeversammlung dies noch beschließen soll“, sagte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende und Stadtrat Axel Schmidt. Er erwarte große Zustimmung, denn „der Bürgermeister Michael Emmerich kam für Rauschenberg zur rechten Zeit“.

Das Ergebnis seiner Arbeit lasse sich allein aus dem Haushalt ablesen. Der Kämmerer habe ein Defizit von einer Million Euro abgebaut. Das sei für für eine kleine Kommune wie Rauschenberg ein enorm hoher Betrag, erklärte Axel Schmidt. Er würdigte Emmerichs Nähe zu den Menschen, seine souveränen öffentlichen Auftritte und seine Tatkraft, die Rauschenberg vorangebracht habe.

Sein einziger Kritikpunkt an dem ruhig und sachlich auftretenden Bürgermeister: „Er stellt sein Licht unter den Scheffel. An seiner Außenvermarktung muss er noch arbeiten“, sagte Axel Schmidt, der dann diese Aufgabe selbst übernahm: „Wir sind glücklich, den besten Bürgermeister im Landkreis zu haben.“

von Matthias Mayer

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