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Neustadts Awo leistet weiter viel

Strukturwechsel Neustadts Awo leistet weiter viel

Ein letztes Mal hatte die Awo Neustadt als Ortsverein zur alljährlichen Feier eingeladen. Noch einmal gab es dabei am Ende Ehrungen für langjährige Mitglieder.

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Hans-Heinrich Thielemann (links) und Gisela Schäfer (zweite von links) ehrten langjährige Mitglieder.

Quelle: Karin Waldhüter

Neustadt. Mit dem Jahreswechsel wird die Arbeit der Awo-Neustadt nicht mehr als Verein, sondern als Ortsgruppe im Kreisverband weitergeführt (die OP berichtete). Inhaltlich soll sich an der Arbeit der Arbeiterwohlfahrt dadurch nichts verändern. Die Strukturänderung ist der Tatsache geschuldet, dass sich für den Verein kein neuer Vorstand gefunden hatte.

Der Noch-Vereinsvorsitzende Hans-Heinrich Thielemann, der auch gleichzeitig das Amt des Vorsitzenden des Kreisverbandes Marburg-Biedenkopf innehat und der stellvertretende Kreisvorsitzende Bernd Waldheim aus Stadtallendorf sagten den Mitgliedern für die Zukunft ihre Unterstützung zu.

Waldheim stellte sich den anwesenden 43 Mitgliedern vor und versprach mitzuhelfen und „mit Rat und Tat“ beiseite zu stehen. Ehrenvorsitzende Elfriede Reich erinnerte an den Einsatz der Awo in Neustadt.

„Mit unseren Aktivitäten „Essen auf Rädern“, Frühstückstreffs mit informativen Vorträgen, Fahrten verschiedenster Art, den Handarbeits- und Spieletreffs, mit der Einladung zur heutigen Feier, oder auch so weit möglich mit finanziellen Unterstützungsspenden wollen wir dem Awo-Logo ‚ein Herz haben für andere Menschen‘ versuchen gerecht zu werden“, betonte Reich.

Geschenke und Urkunden für Jubilare

Gemeinsam gesungene Lieder und Geschichten, vorgetragen von Elvira Mann und den Noch-Vorstandsmitgliedern Giesela Schäfer, Doris Seifart und Irene Henrich, sorgten für eine gemütliche stimmungsvolle Atmosphäre. Dazu trug auch Karl-Heinz Mai mit seiner Live-Musik bei.

Wie man Weihnachten in einer besonderen Situation „spüren“ kann, erzählte Hans-Heinrich Thielemann mit einer nachdenklich stimmenden Geschichte und berichtete von der Zeit, die er im ersten Jahr als Ergotherapeut erlebt hatte. Damals habe er in einem Heim für psychisch kranke Männer gearbeitet, erzählte er. Gut erinnerte er sich an einen Patienten, der das ganze Jahr über Briefe an Verwandte geschrieben und die rund 20 Weihnachtspäckchen alle für Heiligabend aufgehoben hatte. Die Schokolade in den Päckchen habe er dann Heiligabend auf einmal aufgegessen, bis ihm schlecht geworden sei. „Ich muss meine Verwandtschaft spüren“, habe der Mann gesagt.

„Das war eine besondere Art, wie man Weihnachten in einer solchen Situation spüren und seiner Verwandtschaft nahe sein kann“, so Thielemann. „Ich wünsche euch Zeit, euch selber zu finden, jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden. Ich wünsche euch Zeit zum Leben“, erklärte Elfriede Reich am Ende.

Gisela Schäfer und Hans-Heinrich Thielemann übernahmen die Ehrungen von 20 Jubilaren, die nicht alle erschienen waren. Sie überreichten ein Geschenk und eine Urkunde.

Ehrungen
Für 25 Jahre wurde Gerda Springer geehrt. Für 20 Jahre: Gisela Fischer, Helmut Merita, Waltraud Zink, Jürgen Stark. Für 15 Jahre: Katharina Lind, Christel Bulang, Annerose Kretschmer, Erich Kretschmer. Für 10 Jahre: Alice Lotz, Dina Wagner, Wilhelm Wagner, Vroni Lang, Margarethe Stepanek, Hildegart Kaufmann, Mechthilde Lokai, Waltraud Leicht, Erich Leicht, Roswitha Michels und Franz-Wilfred Michels.

von Karin Waldhüter

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