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Neustadt ehrt die „Aushängeschilder“

Neustadt Neustadt ehrt die „Aushängeschilder“

Neben der Stadt Marburg ist Neustadt die einzige Stadt im Kreis, die noch eine jährliche Sportlerehrung ausrichtet und dabei auch noch an engagierte Bürger denkt.

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Ludwig Nothvogel ehrte Renate Krapp (links) und Mechthild Lokai. Sie kümmern sich um den Blumenschmuck in der Trinitatiskirche. 

Quelle: Alfons Wieber

Seit 30 Jahren ehrt die Stadt Neustadt Sportler, die sich im Vorjahr durch besondere Leistungen ausgezeichnet haben. Darüber hinaus würdigt die Stadt seit zwei Jahren auch Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren und sich auf diese Weise für das Allgemeinwohl verdient gemacht haben. Für die Kommune kommt es dabei auch auf die Außenwirkung an. Schließlich werben erfolgreiche Sportler auch für die Stadt.

Viele liebgewordene Gewohnheiten und Traditionen sind heutzutage nur noch durch den Einsatz ehrenamtlich tätiger Menschen möglich. „Trotzdem müssen wir schauen, was wir uns in Zukunft finanziell überhaupt noch leisten können“, betonte Bürgermeister Thomas Groll, der zusammen mit Ludwig Nothvogel, dem Vorsitzenden des Neustädter Vereinsrings, sowie Junker Hans René Siebert und Burgfräulein Julia Reinl die Ehrungen vornahm.

In der Jugendarbeit, bei der Unterstützung der Chöre und Gesangvereine sowie der Trachten- und Brauchtumsvereinigungen will die Stadt allerdings keine Abstriche machen. „Wenn wir uns das Alter der Vereinsmitglieder anschauen, kann es einem Angst und Bange werden wie es in fünf oder zehn Jahren innerhalb der Vereine ausschaut“, stellte Groll fest.

Deshalb sei vor allem die Werbung um den jugendlichen Nachwuchs für den Fortbestand der über 80 Vereine in Neustadt und seinen Stadtteilen ganz besonders wichtig. Neustadt sei keine Stadt mit großer Industrie und großen Einnahmen. „Aber unsere liebenswerte Kleinstadt hat ein reges Vereinsleben und das soll so bleiben. Die Stadt Neustadt ist stolz auf ihre Sportler und wird die Sportlerehrung beibehalten“, kündigte das Stadtoberhaupt an.

Dr. Franz Nitsch, Vorsitzender des Sportkreises Marburg-Biedenkopf bescheinigte den Sportlern und den in ehrenamtlicher Funktion tätigen Neustädtern, Aushängeschilder für ihre Stadt zu sein. Er nannte in diesem Zusammenhang ganz besonders den Momberger Tauziehclub, der den Namen des hessischen Neustadt aus dem Marburger Land in viele Teile Deutschlands getragen habe.

Sport sei allerdings nicht nur Spitzen- und Leistungssport, sondern diene vor allem auch der Gesunderhaltung in der breiten Allgemeinheit. Dazu gehöre auch das Bewegungsangebot innerhalb der Altenheime. „Gott sei Dank haben die Krankenkassen mittlerweile begriffen, dass mit Gesundheitsprävention viel mehr als mit der Behandlung von Krankheiten erreicht werden kann“, sagte Nitsch. Für die Unterhaltung vor und zwischen den Ehrungsblöcken sorgte Bauchredner „Tomani“ mit seinen Puppen Onkel Ernst und Tante Else.

von Alfons Wieber

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