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Neuer „großer Tanker“ ist einsatzbereit

Feuerwehr Kirchhain Neuer „großer Tanker“ ist einsatzbereit

Fast 30 Jahre lang war sein Vorgänger im Einsatz. Seit kurzem parkt das neue große Tanklöschfahrzeug im Stützpunkt der Kirchhainer Kernstadt-Feuerwehr.

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Wehrführer Stephan Schmidt (von links), Stadtbrandinspektor Reinhold Bonacker und Bürger­meister Olaf Hausmann stellten das Fahrzeug vor.

Quelle: Rinde

Kirchhain. Das Fahrzeug mit dem amtlichen Kennzeichen „MR-KI 7241“ hat einen 290-PS-Motor und transportiert bis zu 5000 Liter Wasser und 500 Liter Schaummittel. Es ist ein TLF 4000, ein Tanklöschfahrzeug und die neueste Errungenschaft der Stadt Kirchhain für ihre Kernstadt-Feuerwehr und damit zum Schutz der Bürger.

Das Tanklöschfahrzeug ist eine wichtige Komponente im Fahrzeugpark der Kirchhainer Wehr und darüber hinaus. Im Fall der Fälle bringt es große Mengen Löschwasser an „Einsatzorte, bei denen es nicht ohne Weiteres möglich ist, eine Wasserversorgung aufzubauen“. Das erläuterte Kirchhains Stadtbrandinspektor Reinhold Bonacker bei der Vorstellung des neuen „großen Tankers“. Man könnte das Fahrzeug auch als einen überdimensional großen Wassereimer bezeichnen.

Das Tanklöschfahrzeug käme zum Beispiel bei Wald- oder Flächenbränden zum Einsatz. Oder auch bei Fahrzeugbränden auf Bundes- oder Landstraßen. Mit dem Fahrzeug ist es auch möglich, Löschwasser aus Gewässern zu entnehmen und zum Brandort zu transportieren.

Das TLF 4000 ist der Nachfolger eines fast 30 Jahre alten Tanklöschfahrzeugs. In den vergangenen Jahren stiegen die Reparaturkosten für den „Tanker“ und seine Pumptechnik stetig an. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Feuerwehrfahrzeuges liegt bei 25 Jahren.

Das neue TLF 4000 ist nicht nur für die Kirchhainer Wehr von großer Bedeutung. Auch überörtlich ist es immer wieder gefordert. Darum beteiligte sich auch der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit einem Zuschuss an der Anschaffung. Tanklöschfahrzeuge sind außerdem in Gemünden (Wohra), Homberg (Ohm), Marburg, Wetter und Biedenkopf stationiert.

Offizielle Einweihung bei Bratpartie

Das Kirchhainer Fahrzeug verfügt außerdem über einen „Monitor“, eine Art Werfer auf dem Fahrzeugdach. Über ihn können, etwa bei Großbränden, Wasser und Schaum in die Flammen gespritzt werden. Zum Einsatz kamen solche Werfer etwa beim Großbrand in der Tapetenfabrik.

Ansonsten ist das TLF 4000 in der Kirchhainer Version unter anderem mit zusätzlichem Gerät für die Waldbrandbekämpfung, einem Lüfter oder einer Plattform für Rettungseinsätze bei Lastwagen ausgerüstet.

Eine Arbeitsgruppe der Kirchhainer Feuerwehr hatte die Ausschreibung vorbereitet und der Stadt Kirchhain damit die Kosten für ein Fachbüro erspart. „Wir haben uns bemüht, Maß zu halten“, betont Bonacker mit Blick auf die Kirchhainer Finanzen. Bürgermeister Olaf Hausmann weiß das zu würdigen. Es sei mit dem Neukauf ein wichtiger Punkt im Bedarfs- und Entwicklungsplan abgearbeitet worden.

„Ganz im Sinne der Sicherheit der Bürger“, betont er. Die politischen Gremien seien sich bei Investitionen in ihre Feuerwehren immer einig gewesen, hob er zudem hervor. Insgesamt kostet das neue TLF 4000 rund 290000 Euro. Vom Land gibt es eine Förderung von 93150 Euro, vom Landkreis kommen weitere 56925 Euro. Den Rest, stolze 140000 Euro, zahlt die Stadt Kirchhain.

Das neue Fahrzeug ist das zweite in diesem Jahr für die Kernstadt. Seit einigen Wochen ist ein Löschfahrzeug Typ LF 10 im Einsatz (die OP berichtete). Auf seinen ersten Einsatz wartet der „Tanker“ indes noch.

Beide Fahrzeuge will die Feuerwehr bei ihrer traditionellen Bratpartie am 9. September offiziell in Dienst stellen. Kirchhains Wehrführer Stephan Schmidt freut sich, wenn an diesem Termin möglichst viele Bürger dabei sind.

von Michael Rinde

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