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Neue Wohnmobil-Stellplätze sind bisher noch unentdeckt

Tourismus Neue Wohnmobil-Stellplätze sind bisher noch unentdeckt

Seit mehreren Monaten gibt es vier Stellplätze für Wohnmobile in Amöneburg. Laut Michael Richter-Plettenberg gab es bisher noch keine Nutzer - was den Bürgermeister aber auch nicht wundert.

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In diesen Tagen macht Nebel aus dem großen Plus der Stellplätze – der Aussicht auf die Altstadt – ein Minus.Foto: Florian Lerchbacher

Amöneburg. Etwa einen Kilometer unterhalb der Altstadt gibt es seit dem Sommer vier Stellplätze für Wohnmobile. Wer sie finden will, sollte sich vorher im Internet informieren - von Wegweisern fehlt bisher jede Spur.

„Weder der Bürgerschaft noch den Gremien ist die Einrichtung der Stellplätze bisher bekannt gemacht worden“, wundert sich Jan-Gernot Wichert (CDU), der mit seiner Fraktion die Stellplätze angeregt hatte. Entsprechend stellte er zur vergangenen Stadtverordnetenversammlung eine Anfrage, deren Beantwortung nun etwas Klarheit gibt.

Die Stellplätze seien auf der Internetseite der Stadt zu finden und auf dem kostenlosen Stadtplan eingezeichnet, teilte Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg mit. Darüber hinaus werden sie „in einschlägigen Touristik- und Caravaning-Webseiten“ eingetragen - örtliche Wohnmobil-Fans stünden der Stadt dabei mit ihren Erfahrungen als Berater zur Seite. „Die Werbemaßnahmen sind noch nicht abgeschlossen“, betont er und ergänzt: „Anregungen sind willkommen.“ Ein separater Haushaltsansatz sei allerdings fernab des mit 6500 Euro veranschlagten Punktes „Tourismusförderung“ nicht vorgesehen.

Eigentümer und Betreiber der für 1500 Euro angelegten Stellplätze ist die Stadt. Allerdings besteht eine Kooperation mit dem Eigentümer der Tennishalle. Dort können sich die Wohnmobilnutzer mit Wasser versorgen oder den Abwassertank leeren, erklärt der Bürgermeister. Entsorgungsmöglichkeiten für chemische Toiletten gibt es nicht. Das gleiche gilt für eine externe Stromversorgung - diese sei aber auch nicht vorgesehen, da die „durchschnittliche Verweildauer“, von der die Stadt ausgeht, dies nicht erforderlich mache.

Noch ist die Nutzung der Stellplätze für Wohnmobilfahrer kostenlos - was eine Seltenheit ist. „Ein Standgeld wird aber perspektivisch erforderlich, um das Projekt baldmöglichst rentierlich zu betreiben. Dabei muss ein Modell mit niedrigem Aufwand und hoher Effektivität ausgewählt werden“, heißt es in der Beantwortung der Anfrage.

Sobald ausreichend Erfahrungen gesammelt sind, sollen die Mitglieder der Ausschüsse über eine Erweiterung der Infrastruktur beraten. Das war zumindest der Plan, als die CDU im Februar ihren Antrag einbrachte. Bisher gab es allerdings laut Richter-Plettenberg noch niemanden, der mit dem Wohnmobil einen der Stellplätze genutzt habe - entsprechend gibt es auch noch keine Erfahrungswerte.

Die Ausstattung der Plätze ist zwar weniger als spärlich. Aber wer schon einmal mit dem Wohnmobil unterwegs war, wird zumindest den Ausblick von den Stellplätzen am TSV-Sportplatz auf die Altstadt zu schätzen wissen.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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