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Neue Kinderkrippe schließt eine Lücke

Stadt feiert Richfest Neue Kinderkrippe schließt eine Lücke

Im Mai nächsten Jahres spielen die Kinder in Stadtallendorfs zweiter großen Kinderkrippe. Damit wäre auch der nördliche Teil der Kernstadt versorgt. 60 neue Plätze entstehen.

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Der Rohbau der zweiten Stadtallendorfer Kinderkrippe ist fertiggestellt. Zimmermann Karl Jasky (kleines Bild) wünschte beim Richtfest alles Gute und warf das leere Glas in die Tiefe. Fotos: Michael Rinde

Stadtallendorf. Ein guter Teil des Weges ist geschafft: Am Donnerstag feierte die Stadt Richtfest am Neubau der Kinderkrippe Kirchhainer Weg. In den nächsten Tag ist das Dach komplett dicht.

Wieder entsteht ein Gebäude für sechs Gruppen für jeweils zehn Kinder unter drei Jahren. Die Stadt Stadtallendorf investiert in den Neubau 1,5 Millionen Euro. Weitere 900000 Euro bekommt die Stadt als Bundeszuschuss hinzu.

Es entsteht ein ebenerdiges und entsprechend großes Gebäude. „Ziel war es, dass die Kider von überall ins Freie gelangen können“, erläuterte Bürgermeister Christian Somogyi während des Richtfestes. Hinzu kommen ein Mehrzweckraum, ein großer Spielflur und Sozialräume für das Erzieherinnenteam. Für die neue Kinderkrippe schafft die Stadt abermals 15 neue Stellen.

Etwas Besonderes ist das Energiekonzept des Gebäudes: Die Stadt setzt auf nachwachsende Rohstoffe und baut deshalb eine Holzhackschnitzel-Heizung ein. Die Lüftungsanlage arbeitet mit einer Wärmerückgewinnung für die Gruppenräume. Hinzu kommt eine moderne Isolierung. Damit werden die Vorgaben der Energie-Einsparverordnung um rund 65 Prozent unterschritten.

Bisher läuft am Bau alles wie geplant. Der Zeit- wie auch der Kostenplan werden eingehalten. Im Mai nächsten Jahres ist die neue Kinderkrippe bezugsfertig. Dann sollen dort die Kinder Kinder spielen.

Sobald diese zweite große Kinderkrippe öffnet, verfügt Stadtallendorf über 152 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. Ab März nächsten Jahres müssen die Städte und Gemeinden für ein Drittel der in ihrem Gebiet lebenden Kinder unter drei Jahren einen Platz anbieten. Stadtallendorf müsste rechnerisch in den Kinderkrippen und Kindertagesstätten aktuell 190 Plätze bereithalten. In den Kindergärten Hofwiesenweg, Schweinsberg, Hatzbach stehen zwölf Plätze in altersgemischten Gruppen bereit. Zehn Plätze bietet der von der evangelischen Kirchengemeinde getragene Kindergarten Liebigstraße an. Hinzu kommen die ab Mai insgesamt 120 Plätze in den Krippen Iglauer Weg und Kirchhainer Weg. Und dennoch wird die Stadt laut der aktuellen Statistik die vom Bund vorgegebene Marke bei den „U3“-Plätzen nach jetzigem Stand nicht erreichen. Bürgermeister Somogyi will erst einmal abwarten, wie sich der tatsächliche Bedarf entwickelt. „Wir stehen mit unserem Angebot nicht schlecht da“, sagt er.

Wenn weitere Plätze entstehen, dann dezentral, sprich in Kindergärten in den Stadtteilen. Nach den Ferien ist zunächst ein Treffen aller Kindergarten-Leiterinnen und aller Träger geplant, wo über die Kindergarten-Situation insgesamt gesprochen werden soll. Themen sind dabei auch die Öffnungszeiten und das künftige „U3“-Angebot in Stadtallendorf. Eine weitere große Aufgabe kommt in den nächsten Monaten auf die Stadtverwaltung zu: Sie muss genügend qualifizierte Bewerber für die 15 neuen Erzieherinnen-Stellen finden. Momentan ist die Konkurrenz zwischen den Kommunen um die Erzieherinnen auf dem Arbeitsmarkt groß. „Vor vier bis fünf Jahren ist es auch versäumt worden, rechtzeitig genug Erzieherinnen auszubilden“, merkt der Stadtallendorfer Bürgermeister an.

Und noch ein Thema ist auch in Stadtallendorf unvermeidlich: die Höhe der Kindergarten-Gebühren. „Wir müssen spätestens im nächsten Jahr darüber diskutieren, ob wird die Höhe der Gebühren noch halten können“, sagt Somogyi.

von Michael Rinde

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