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Neue Kinderkrippe in Kirchhain

Alsfelder Straße Neue Kinderkrippe in Kirchhain

Freudiger Tag für Kirchhainer Eltern und die Kita Alsfelder Straße: Unter drei Jahre alte Kinder können ab Montag im Gebäude der ehemaligen Krabbelstube „Schwalbennest“ betreut werden.

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Kinder, Eltern, Erzieherinnen und Vertreter der städtischen Gremien kamen zur Einweihungsfeier der Kinderkrippe Alsfelder Straße, die im ehemaligen Schwalbennest untergebracht ist.

Quelle: Matthias Mayer

Kirchhain. Das „Schwalbennest“ ist Geschichte, denn die U3-Betreuung in dem Haus erfolgt gewissermaßen in der Obhut der Kita Alsfelder Straße, auf deren Freigelände das Gebäude steht. Zur Einweihung kamen gestern Früh einige der neuen Nutzer in Begleitung ihrer Eltern, um sogleich ihr neues Spiel- und Lernparadies zu erkunden – auch wenn ihnen dabei das eine oder andere Bein eines Einweihungsgastes im Wege stand.

Über mehrere Jahre hinweg stand das renovierungsbedürftige Haus leer, tauchte in den Jahresberichten zur Kindergarten-Situation in Kirchhain regelmäßig als „stille Reserve“ auf. Jetzt wurde es mithilfe des Landes Hessen energetisch saniert und innen aufgehübscht. Die „stille Reserve“ wird aktiviert.

„Das Schwalbennest wird zur Kinderkrippe Alsfelder Straße“, nannte Bürgermeister Olaf Hausmann (SPD) die offizielle Bezeichnung. Die Kinderbetreuung sei derzeit ein Kernthema der Stadtpolitik. Das gelte besonders für die U3-Betreuung. Die neu erbaute Krabbelstube Sonnenkinder biete Platz für 50 Kinder. Dieses Angebot werde am Standort der ersten Kirchhainer U3-Einrichtung in einem ersten Schritt um 10 Plätze und dann um 20 Plätze erweitert.

Der Bedarf dafür sei vorhanden, sagte der Bürgermeister. Sabine Balzer, Leiterin des Fachbereichs Familie und Soziales, bezeichnete das Miteinander von Kita-Kindern und Krippen-Kindern auf einem Gelände als große Herausforderung für das Erzieherinnen-Team. Geplant seien Betreuungszeiten bis 12.30 Uhr sowie bis 14.30 Uhr.

Die Kita Alsfelder Straße betreut bisher am Rande der Stadt 75 Kinder ab drei Jahren, die in drei altersgemischten Gruppen aufteilt werden. Zur Einrichtung gehört eine große Freifläche mit zum Teil altem Baumbestand. Diese Freifläche werden die großen und die kleinen Kinder gemeinsam nutzen, wie die auch für die U3-Betreuung zuständige Kita-Leiterin Silke Möllmann erläuterte. Zum neuen Konzept gehöre, dass die Großen lernen, Rücksicht auf die Kleinen zu nehmen und ihnen zu helfen, während die Kleinen von den Großen lernen sollen.

Die Großen haben ihren Part offenbar schon verinnerlicht, denn eine Delegation der älteren Kindergartenkinder erschien zu der kleinen Feierstunde, um ihre jüngsten Spielkameraden mit Blumen und Spielen zu beschenken.

Am Ende einer hektischen Bauphase ließ es sich Silke Möllmann nicht nehmen, das U3-Team mit Rosen zu begrüßen.  Drei Erzieherinnen werden die Kleinkinder betreuen und in spielerischer Weise ihre frühkindliche Bildung fördern. Eine Küchenkraft kocht im Haus für die Kinder, denn Fertiggerichte kommen in der Kinderkrippe Alsfelder Straße nicht auf den Tisch.

Das Raumprogramm unterstützt das pädagogische Konzept und erleichtert die Eingliederung der teils sehr kleinen Kinder. Es gibt freundlich gestaltete Gruppenräume, Spielzimmer und Aktionsräume, aber auch Möglichkeiten, sich in Kuschelecken zurückzuziehen.

Geplant wurde die Sanierung des Hauses vom Kirchhainer Architekturbüro Ott / Weber. Architekt Roland Ott sagte, dass die Bestandsaufnahme des Hauses nicht frei von unangenehmen Überraschungen gewesen sei. Die asbesthaltige Dacheindeckung habe fachgerecht demontiert und entsorgt werden müssen. Außerdem seien die Dachüberstände nicht ausreichend gewesen. Standard einer jeder energetischen Sanierung seien der Austausch der Fenster und Türen, die Dämmung der Fassaden, der Decken und des Daches. Der endlose Regen und die gute Baukonjunktur hätten zu Verzögerungen im Bauzeitenplan geführt. „Inzwischen sind wir mit den Arbeiten so gut wie durch“, sagte der Architekt.

von Matthias Mayer

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