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Neue Hoffnung für Sorgenkind Bahnhof

Kirchhain Neue Hoffnung für Sorgenkind Bahnhof

Die Stadt Kirchhain ist in Sachen Barrierefreiheit in ihrem Gebäudebestand aus rechtlicher Sicht auf dem Stand der Dinge. Das teilte Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) den Stadtverordneten mit.

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Für viele Menschen mit Handicap unüberwindbar: Der Aufgang zum Bahnsteig des Kirchhainer Bahnhofs.

Quelle: Matthias Mayer

Kirchhain. Der Bürgermeister reagierte damit auf eine Große Anfrage der SPD-Fraktion, die wissen möchte, ob die Zugänge zu den stadteigenen Gebäuden nach den rechtlichen Anforderungen und Regelungen behindertengerecht und barrierefrei sind.

Es sei pauschal nicht möglich, einen Zugang als behindertengerecht einzustufen, da es unterschiedliche Arten und Grade der Behinderung gebe. Deshalb habe sich die Stadt für die Beantwortung der Frage an der für sie maßgeblichen Rechtsnorm orientiert. Diese stehe im Paragrafen 46 der Hessischen Bauordnung, erklärte Kirchner.

Im Sinne dieses Paragrafen, der auch den Bestandsschutz regelt, erfüllt die Stadt laut Kirchner voll die gesetzlichen Vorgaben für alle von der Stadtverwaltung genutzten Gebäude, alle Dorfgemeinschaftshäuser und das Bürgerhaus, für sämtliche Feuerwehrhäuser in der Kernstadt und den Stadtteilen, für das Hallenbad, das Freibad, alle städtischen Kindergärten und die Mehrzweckhalle Anzefahr.

Kirchner räumte ein, dass einige wenige Einrichtungen die Anforderungen an einen barrierefreien Zugang nicht erfüllten. In den allermeisten Fällen seine eine Nachrüstung mit Rampen erforderlich und möglich. Problematisch sei die Situation für das mittlere Geschoss des Dorfgemeinschaftshauses Großseelheim, für das Barrierefreiheit nur mit enormem Aufwand realisierbar sei.

Der größte Problemfall in Sachen Barrierefreiheit findet sich im Kirchhainer Bahnhof und damit außerhalb des städtischen Einflussbereichs. Ohne fremde Hilfe können selbst Mütter mit Kinderwagen den Bahnsteig nicht erreichen. Die Stadt plant mit Billigung der Bahn den Bau einer rollstuhltauglichen Rampe,  die von der Seite in den Unterführungstunnel führen soll. Der Bau eines Aufzugs zum Bahnsteig und die Anhebung des Bahnsteigniveaus auf eine barrierefreie Höhe ist nicht Aufgabe der Stadt.

Wie Reiner Nau (Grüne) dem Parlament berichtete, gebe es positive Signale auf dem Hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium. Wenn die Stadt ihren Part zur Bahnhofs-Umfeldgestaltung leiste, werde auch für das Bahnsteig-Projekt Geld fließen.

von Matthias Mayer

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