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Neue Gnadenfrist für Kaserne

Standortentscheidung Neue Gnadenfrist für Kaserne

Die neuesten Standortentscheidungen des Bundesverteidigungsministeriums brachten am Dienstagnachmittag zwei Neuigkeiten für die Bundeswehrkasernen im Ostkreis.

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Dieses Archivfoto zeigt die Neustädter Kaserne zu einem Zeitpunkt, als sie noch vollständig genutzt wurde.

Neustadt. Offenbar braucht die Bundeswehr die von ihr genutzten Teile der Neustädter Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne länger, als bisher bekannt gewesen ist. Am gestrigen Spätnachmittag veröffentlichte das Verteidigungsministerium seine „Realisierungsplanung“ einschließlich des Zeitplans für die Standortschließungen. Auf der Liste ist das endgültige Aus für die Neustädter Kaserne nunmehr für das dritte Quartal 2015 vorgesehen. Ein Sprecher des Ministeriums erklärte gestern Abend gegenüber dieser Zeitung, dass dieser Termin Ausfluss der Planungsprozesse der vergangenen Monate gewesen sei. Einzelheiten, die zu dieser Entscheidung führten, konnte der Sprecher dabei nicht nennen.

Seit 2008 sind dort Teile des Führungsunterstützungsbataillons 286 aus Rotenburg (Fulda) übergangsweise stationiert. Die Rotenburger Kaserne wird nach dem gestrigen Stand 2016 schließen.

Eigentlich sollte die Neustädter Kaserne bis Ende dieses Jahres von der Bundeswehr ganz geräumt sein. Von diesem Stand ging bis gestern auch Neustadts Bürgermeister Thomas Groll (CDU) aus. Er erfuhr durch einen Anruf der OP von der neuen Planung, die das Ministerium gestern auch ins Internet gestellt hatte. Wirtschaftlich habe dies keine Folgen für die Stadt, da ohnehin nur noch wenige Soldaten in Neustadt stationiert seien, sagte Groll.

„Doch erfreulich ist, dass die Kaserne damit nicht leersteht und weiterhin bewacht wird“, erläuterte Groll. In den vergangenen Jahren habe es viele Schließungstermine für die Kaserne gegeben.

Welche Auswirkungen die Verschiebung auf eine Zivilnutzung hat, kann Groll noch nicht absehen. Zwischen 200 und 400 Soldaten waren in den vergangenen Jahren in Neustadt stationiert. Eine Neuigkeit gab es gestern auch für die Hessen-Kaserne, die eigentlich auch schon vor zwölf Jahren schließen sollte. Jetzt geht das Ministerium davon aus, dass die Hessen-Kaserne „voraussichtlich 2018“ von der Bundeswehr ganz aufgegeben werden wird.

Die Einschränkung hängt damit zusammen, dass in der Herrenwald-Kaserne noch über Jahre hinweg Bauarbeiten laufen werden - und die Hessen-Kaserne darum für Mannschaftsunterkünfte gebraucht wird (diese Zeitung berichtete).

Aktuell ist dort auch noch die Zahnärztestation untergebracht. Sie soll in die Herrenwald-Kaserne verlegt werden. (lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag auf Seite 13).

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