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Neue Genossenschaft geht an den Start

Nahwärmenetz Neue Genossenschaft geht an den Start

75 Bürger haben am Freitagabend durch ihre Unterschrift die Genossenschaft „Nahwärmenetz Erksdorf eG“ gegründet.

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Am Freitagabend unterschrieben die ersten Erksdorfer die
Gründungssatzung. Foto: Klaus Böttcher

Erksdorf. Erksdorf. Der Saal der Gaststätte schien bei der Gründungsversammlung am Freitagabend nicht auszureichen. Doch am Ende wurden die Erwartungen von Ortsvorsteher Helmut Schütz und die des Arbeitskreises nicht ganz erfüllt. Denn lange nicht alle, die vorher Interesse gezeigt hatten, unterschrieben die Gründungssatzung zur Genossenschaft. 75 Bürger waren es, die durch ihre Unterschrift Genossen wurden und den Aufsichtsrat wählen durften.

Bevor es soweit war, gab Helmut Schütz, der auch zum Versammlungsleiter gewählt wurde, noch einen kurzen Überblick, was bisher geschehen ist (diese Zeitung berichtete mehrfach darüber). Die Familien Trier und Hewecker betreiben am Rande des Ortes eine Biogasanlage, deren Wärme bisher ungenutzt ist. Diese Wärme soll kostenfrei an die jetzt gegründete Genossenschaft abgegeben werden. Auf Initiative der Familie Trier wurde zunächst eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Ein Fachbüro legte einen Plan vor, nachdem das Nahwärmenetz gebaut werden kann. Es bildete sich Anfang des Jahres ein 15-köpfiger Arbeitskreis, der so schnell und gründlich gearbeitet hat, dass bereits jetzt die Genossenschaft gegründet werden konnte. Mit dem Bau des Nahwärmenetzes soll noch in diesem Jahr begonnen werden.

Die Versammlung zur Gründung einer Genossenschaft unterliege besonderen Regeln, erklärte der Fachmann für das Genossenschaftswesen Volkmar Kaiser. Nach der Vorstellung der Satzung müsse der Beschluss darüber gefasst werden, was durch die Unterschrift der Mitglieder unter die Satzung erfolge. Die Mitglieder der Genossenschaft wählen dann den Aufsichtsrat, der aus mindestens drei Personen bestehen muss. Während einer Sitzungsunterbrechung bestellt der Aufsichtsrat den Vorstand.

Volkmar Kaiser ging dann mit den Bürgern zusammen die Satzung durch, wies auf Besonderheiten hin und beantwortete Fragen. „Sie sind sicher schon bewandert durch Vereinsmitgliedschaften“, sagte Kaiser. Denn eine Genossenschaft sei ähnlich wie ein Verein, nur dass der Verein einen ideellen Nutzen und die Genossenschaft einen wirtschaftlichen Nutzen verfolge. Der Geschäftsanteil jedes Mitgliedes beträgt 5000 Euro, von denen 500 Euro sofort fällig werden. Der Restbetrag wird in drei weiteren Raten zu je 1500 Euro zu bestimmten Fristen fällig. Die Mitglieder schließen mit dem Genossenschaftsvorstand einen Wärmelieferungsvertrag ab. Der Abnahmepreis beträgt zunächst 9,5 Cent pro Kilowattstunde.

Bis zum 20. April 2012 besteht für die Hausbesitzer die Möglichkeit, sich einen Nahwärmeanschluss zu sichern, da wir uns noch in der Planungsphase befinden“, teilt Sabine Brathge mit. Die Mitgliederliste kann unterschrieben werden bei: Sabine Brathge, Blaue Pfütze 10, Telefon 06428/449262. Zusätzlich gibt es feste Unterschriftstermine. Der nächste findet am Mittwoch, 4. April, ab 19 Uhr im Bürgerhaus-Anbau statt.

von Klaus Böttcher

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