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„Netto“ braucht noch Zeit

Neuer Einkaufsmarkt „Netto“ braucht noch Zeit

Eines zeichnete sich bei der Sitzung des Gemeindeparlaments Wohratal klar ab: Kommt ein „Netto“-Markt, so sind weitere Interessenten bereit, sich im Gewerbegebiet anzusiedeln.

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Bis Mitte nächsten Monats soll nun klar sein, ob in Wohratal nahe der B 3 ein neuer Einkaufsmarkt entsteht. Archivfoto: Hirsch

Wohratal. Der Bericht zur Entwicklung der Pläne für das Halsdorfer Gewerbegebiet war von den Gemeindevertretern lange erwartet worden. Am Ende mussten sie sich weiter in Geduld üben.

Auf Einladung der Gemeinde berichtete ein Vertreter des Investors, der JFP Fischer GmbH. Sie vermarktet das Gebiet und wird es auch erschließen. Schon lange ist klar, dass Lebensmittel-Dicounter „Netto“ großes Interesse an der Ansiedlung eines Marktes neuesten Typs in dem Gebiet hat. Das hatte die Gemeinde überhaupt seinerzeit dazu inspiriert, das Gelände zu entwickeln. Doch im Augenblick hängt alles an der Entscheidung der Firmenzentrale von „Netto“. Investor wie auch Gemeinde warten darauf.

Grund für die Verzögerung: Der verantwortliche Expansionsleiter von „Netto“ war längere Zeit erkrankt, dadurch verzögerte sich seine Empfehlung für die Marktansiedlung an die Geschäftsführung. Sie hat das letzte Wort. „Netto hat uns mitgeteilt, dass die Entscheidung nunmehr in der zweiten Juli-Woche fällt“, erklärte der Vertreter des Investors. „Netto“ wäre für die Gewerbeflächen der „Ankermieter“, sprich das Unternehmen, dass die Kunden in das Gebiet holen soll. Die JFP Fischer GmbH hat weitere Interessenten für den Kauf von Gewerbeflächen. Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Doch diese Interessenten, das wurde am Dienstagabend während der Sitzung deutlich, kommen auch nur dann nach Wohratal, wenn „Netto“ zusagt.

Im ersten Bauabschnitt des Gewerbegebiets wird es umfangreiche Erschließungsarbeiten geben müssen. So reicht die Löschwasserversorgung unter Normalbedingungen nicht aus. Darum muss bei der Erschließung eine eigenene Löschwasser-Zisterne gebaut werden.

Auch bei der Schmutzwasser-Entsorgung ist zusätzlicher Aufwand nötig. Da das Gebiet ebenerdig liegt, muss eine Pumpstation eingeplant werden. Die endgültige Verkehrsplanung soll erfolgen, wenn feststeht, welche Betriebe sich in dem Gebiet überhaupt und vor allem wo genau ansiedeln wollen.

Wenn die „Netto“-Entscheidung wie erhofft und erwartet positiv ausfällt, rechnet der Investor zu Beginn nächsten Jahres damit, mit den Erschließungsarbeiten anfangen zu können. Die Vorplanungen laufen längst. Ende November könnte der endgültige Bebauungsplan-Beschluss vorliegen.

Springt „Netto“ ab, gibt es allerdings zurzeit noch keinen „Plan B“. Es habe keine tiefergreifenden Gespräche mit anderen Unternehmen gegeben, erklärte der Mitarbeiter des Investors auf Nachfrage von Klaus-Dieter Engel (SPD).

von Michael Rinde

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