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„Nette Begegnungen“ zum Jubiläum

Chorkonzert in Großseelheim „Nette Begegnungen“ zum Jubiläum

Mit einem Chorkonzert unter dem Motto „Nette Begegnungen“ feierte die Chorgemeinschaft Großseelheim ihr 140-jähriges Bestehen.

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Der Gemischte Chor sang unter anderem den wohlklingenden Klassiker „Alta Trinità beata“. 

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Großseelheim. Sie solle etwas über „Nette Begegnungen“ sagen, begrüßte Pfarrerin Evelyn Koch die rund 100 Gäste auf den gut gefüllten Plätzen der teils mittelalterlichen, teils neuzeitlichen Kirche. Und sie erzählte eine kleine Geschichte, die sich, ganz Theologin, mit dem Glauben beschäftigte.

Es seien heute drei Chöre, die sich zu einer Chorgemeinschaft zusammengeschlossen haben, sagte die Pfarrerin noch, und dann begann auch schon das Chorkonzert.

Zunächst hatte der Frauenchor seinen Auftritt mit dem Spiritual „Kumbaya“ sowie Stücken von Johannes Brahms und Franz Schubert. Dem folgte ein erster Soloteil der Großseelheimer Dirigentin und Sängerin Hélène Moelo, die am Piano von Therese Rinderknecht begleitet wurde.

Gestik, Mimik, Kommunikation

Ohne Pause ging danach der Gemischte Chor an den Start, in dem die letzten sechs Männer an die Ursprünge des Männerchorgesangs aus dem Jahre 1877 erinnerten. Von dem gerne von Chören gesungenen „Die Rose“ über „Alta Trinità beata“, mit einem Lob auf die Heilige Dreifaltigkeit, dem bekannten Hymnus eines anonymen italienischen Komponisten aus dem 16. Jahrhundert, bis hin zum weltlichen „Harmonie der Sterne“ reichte das abwechslungsreiche, gekonnt dargebotene Programm. Dabei gelang es der Dirigentin, den Schwierigkeitsgrad der Stücke mit dem Leistungsvermögen der Chöre in Einklang zu bringen.

Seit Februar 2014 gibt die heute in Frankfurt lebende, 42-jährige, freischaffende Künstlerin und Musikpädagogin, wie sie sich selbst bezeichnet, in Großseelheim den Ton an. Die gebürtige Französin hat Sozialpädagogik, Volkstanz, Musik und Gesang studiert.

Es ist schon etwas Besonderes, ihr bei den Auftritten zuzuschauen - ihre Ansprache an den Chor, Gestik, Mimik, die Kommunikation, die auch schon einmal verbal begleitet wird, wenn ihr etwas nicht passt. Sie ist quirlig und immer in Bewegung, ganz nach dem, was sie von Natur aus mitbekommen hat.

Eineinhalbstündiges Programm

Moelos zweiter Soloauftritt in ihrer Muttersprache: eine Reminiszenz an ihren im Jahre 2001 verstorbenen Lieblingskomponisten, Schauspieler und Sänger Charles Trenet.

Abwechslungsreich auch der letzte Teil des Chorkonzerts mit „Chorage“. Die Frauen präsentierten viele Liedbeiträge in englischer Sprache und das baskische Liebeslied „Lili eder bat“ aus der Heimat der Chorleiterin. Zum Ausklang gab‘s das A-cappella-Stück „Nette Begegnungen“ von Oliver Gies.

Nach kräftigem Abschlussapplaus für ein eineinhalbstündiges, tolles Programm ging es zum Ausklang zu netten Gesprächen beim Kaffeetrinken.

von Heinz-Dieter Henkel

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